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Mind Movie - Prävention psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mittels der Produktion von Filmclips

Erarbeitung und Evaluation eines Unterrichtskonzepts für Mittel- und Berufsschulen

Written by Larissa Hauser

Paper category

Master Thesis

Subject

Psychology

Year

2015

Abstract

Masterarbeit: Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen Gemäss einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (2001) leiden mehr als 25% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an schweren psychischen Erkrankungen, im Kanton Zürich leidet jeder fünfte an einer schweren psychischen Erkrankung . Sie hatten mindestens einmal in ihrem Leben Depressionen. Neben Depressionen sind Angststörungen und Erkrankungen durch den Konsum psychoaktiver Substanzen die häufigsten Diagnosekategorien (ISPM, 2012). Laut mehreren Autoren treten affektive Störungen (Depression, Manie) am häufigsten im Jugend- und frühen Erwachsenenalter (15-19 Jahre) auf. Auch die Ergebnisse epidemiologischer Studien im deutschsprachigen Raum zeigen, dass Angst und Depression zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zählen (zitiert nach Balmer et al., 2007). RADIX (2008), das Schweizerische Zentrum für Gesundheitsförderung und Prävention, listet auch andere psychische Störungen auf, die bei Kindern und Jugendlichen häufig vorkommen, wie das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), aggressive soziale Störungen, selbstaggressives Verhalten (Selbstverletzung) ), Soziale Phobie, Essstörungen, Zwangsstörungen und Schizophrenie (Radix, 2008). Allerdings stehen Jugendliche unter dem größten Druck. Der Basler Jugendgesundheitssurvey 2012 hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Jugendlichen häufig gestresst ist. Psychische Stresszustände wie chronischer Stress können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und psychische Erkrankungen begünstigen (Pecoraro et al., 2014 und Steffen, 2014). Die Tendenz, dass psychische Störungen häufiger und früher auftreten, ist besorgniserregend. Einerseits erhöhen psychische Störungen das Suizidrisiko. Nach Unfällen ist Suizid die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen in der Schweiz. Von allen Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen oder begehen, erfüllen 60-90% die diagnostischen Kriterien für psychische Störungen, hauptsächlich Depressionen. Bei Jugendlichen werden temporäre Krisen oft zum Anreiz für suizidales Verhalten (FSSZ, 2014). Andererseits können psychische Erkrankungen wichtige Entwicklungsaufgaben beeinträchtigen und auch sekundäre Probleme wie Schulversagen oder schlechte soziale Beziehungen verursachen. Das frühe Einsetzen psychischer Störungen erhöht das Risiko einer weiteren Entwicklung psychischer Störungen. Insbesondere die Angst im Kindesalter ist förderlich für das Auftreten von Erwachsenenangst, Stimmungsstörungen und Substanzabhängigkeit (Balmer et al., 2007). Eine ähnliche süchtig machende Nutzung des Internets und von Computerspielen wird auch häufig mit psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht (Müller und Wölfing, 2011, zitiert in Berger, 2013). 2.2 Prävention psychischer Erkrankungen Der Basisbericht des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich zur Prävention psychischer Erkrankungen (2012) umfasst und beschreibt Bereiche, in denen Maßnahmen der psychischen Gesundheit möglich und sinnvoll sind. Der Fokus liegt auf der Primärprävention, um die Entwicklung der Krankheit zu verhindern, während die Sekundärprävention auf die Früherkennung und Intervention fokussiert (ISPM, 2012). Früherkennung bedeutet, schwierige Situationen oder Anzeichen von äußerem Druck rechtzeitig zu erkennen. Alle Auffälligkeiten und Symptome sollten notiert und richtig erklärt werden. Frühintervention ist eine angemessene Unterstützung bzw. angemessene Intervention, die sich nicht nur am Risiko, sondern auch an den Ressourcen des entsprechenden Personals orientiert (Fabian & Müller, 2010). Einerseits unterstützt sie die Primärprävention, d. h. wenn eine psychische Erkrankung einmal auftritt, ist deren Heilung sehr schwierig und zeitaufwendig. Andererseits wird die Bedeutung von Methoden der Primärprävention durch die Entwicklung psychischer Erkrankungen im Jugendalter deutlich. Der Beginn von psychischen Störungen ist in der Regel instabil und bleibt in der Regel für lange Zeit von Angehörigen oder der Umgebung unbemerkt. Natürlich gibt es auch normale Stimmungsschwankungen und Angstzustände. Daher ist es wichtig, Schäden von normalen Stimmungsschwankungen und Angstzuständen zu unterscheiden. Letzteres zu tolerieren oder zu bewältigen ist auch für junge Menschen eine wichtige Entwicklungsaufgabe (Balmer et al., 2007). Gerade für Teenager und Jugendliche ist die Präventionsarbeit meist eine besonders große Herausforderung. Teenager lassen sich ihr Leben nicht beibringen und normative Aussagen führen oft unweigerlich zu Reaktionen. Bandura (2004) verwendet die sozialkognitive Theorie, um die Bedeutung des Seins in einem inneren Zustand zu beschreiben. Umgang mit Präventionsplänen, die soziale Beziehungen und Prozesse haben, nicht nur einen Rahmen zur Wissensvermittlung. Er betonte, dass das Erlernen neuer Werte und Gewohnheiten und Erwartungen an die Selbstwirksamkeit mehr bedeutet, härter zu arbeiten, als Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Bandura (2004) glaubt, dass ein wirksamer Präventionsplan vier Grundelemente hat: Information: Das erste, was zu tun ist, ist, über Gesundheitsgefahren aufzuklären und mit Risiken auf andere Weise oder den Vorteilen neuer Gewohnheiten (Lebensstile) umzugehen, damit sie können in die Praxis umgesetzt werden, es braucht Gelegenheit. Read Less