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Kinder psychisch kranker Eltern

Auswirkungen einer elterlichen Schizophrenie oder Depression auf die kindliche Entwicklung

Written by Clara Burges

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2019

Abstract

Bachelorarbeit: Kinder psychisch kranker Eltern 3.1 Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung Kinder wachsen sehr schnell und lernen täglich Neues dazu. In ihrer Umgebung passieren täglich neue und seltsame Dinge, die sie neu einordnen und lernen müssen. Diese Dinge oder Ereignisse können positiv oder negativ sein. Es kann etwas sein, das von außen auf sie einwirkt, oder es kann im Körper passieren (vgl. Plass / Wiegand-Grefe 2012: 60). Im nächsten Kapitel wird zunächst der Begriff „Kind“ definiert und die verschiedenen Kindheitsstadien beschrieben. Abschließend werden die Faktoren aufgelistet, die sich negativ auf die psychische Entwicklung von Kindern auswirken können. Diese Beschreibungen sind der Kern dieser Arbeit, da sie sich hauptsächlich mit Kinderthemen beschäftigen wird. 3.2 Definition des Begriffs „Kind“ Kindheit ist die Phase der Entwicklung eines Menschen. Hier findet der größte Teil der Reifung und Entwicklung des Kindes statt. Es lernt zu essen, zu gehen, zu sprechen und die Ausscheidungsfunktion des Körpers zu kontrollieren. Es entwickelt Unabhängigkeit und eine eigene Persönlichkeit. Darüber hinaus erwirbt es ständig neue Denkstrukturen und Erfahrungen. Kinder durchlaufen unterschiedliche Alters- und Entwicklungsstadien (vgl. Gerrig / Zimbardo 2008: 388). Da es sich bei dieser Arbeit um die Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern handelt, bedeutet der Begriff „Kind“ die altersintensive Entwicklung des Kindes, kann also von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr verstanden werden (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen 2014: 3). 3.3 Allgemeine Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf Eltern und Kinder Im Folgenden werden die Risikofaktoren für die Entwicklung von Kindern, deren Eltern an Schizophrenie oder Depression leiden, genauer untersucht. Schwierige familiäre Beziehungen sind charakteristisch für Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil. Nicht selten wachsen sie in Armut auf, weil ihre Eltern arbeitslos sind. Wenn Eltern mit ihren Aufgaben beschäftigt sind, ist die Gefahr, ihre Kinder zu ignorieren, sehr hoch. (Vgl. Jungbauer 2016: 11). Wenn das Zusammenleben nicht funktioniert, wird oft festgestellt, dass familiäre Beziehungen aufgrund inkonsistenter Bezugspersonen zerbrochen sind. Kinder psychisch kranker Eltern sind oft einem instabilen Familienalltag ausgesetzt. Wenn Eltern in die Klinik oder vorübergehend zu beispielsweise Großeltern müssen, kann das Wiederauftreten der Erkrankung das Beziehungserlebnis unterbrechen (vgl. Jungbauer 2016: 11). Der Risikofaktor, der Kinder negativ beeinflusst, ist nicht die Krankheit selbst, sondern die damit verbundene psychosoziale Belastung (Mattejat / Lenz / Wiegand-Grefe 2011: oS). Die Anhäufung von Faktoren stellt das Risiko für die kindliche Entwicklung dar (vgl. Plass / Wiegand-Grefe 2012: 45) .3.4 Subjektive Wahrnehmung von Kinderkrankheiten Schizophrenie oder Depression der Eltern können bei Kindern vielfältige Gefühle auslösen. Forschungen und verschiedene Biografien von Betroffenen weisen darauf hin, dass Angst ein wichtiges Thema ist und in vielen verschiedenen Formen und Arten auftreten kann. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit vier Arten von Ängsten. Das unverständliche und unberechenbare Verhalten eines erkrankten Vaters oder einer erkrankten Mutter kann Angst vor dem entsprechenden Elternteil auslösen. Menschen mit Depressionen oder Schizophrenie können Selbstmord begehen oder damit drohen. Dies verursacht in der Regel große Angst bei den Eltern des Kindes, und psychische Erkrankungen stellen eine große Herausforderung für das Familienleben dar und sind äußerst belastend. Deshalb werden Mütter und Väter manchmal getrennt oder geschieden. Hinzu kommen weitere drastische Veränderungen durch Krankenhausaufenthalte sowie finanzielle Schwierigkeiten, wenn Eltern nicht mehr oder gar nicht mehr arbeiten können. Diese Faktoren werden die Überlebensangst der Kinder auslösen. Normalerweise machen sich Kinder von Eltern mit Schizophrenie oder Depression Sorgen um ihre Gesundheit, weil sie in vielen Fällen nicht über den Zustand ihrer Eltern informiert sind. Daher wissen sie nicht, ob die Krankheit erblich ist (vgl. Schone / Wagenblass 2002: 190-192). Zusätzlich zu diesen Ängsten erleben sie oft Verluste durch Krankenhausaufenthalte, Schuldgefühle oder Scham. Sie fühlen sich schuldig, weil sie sich ihren Eltern gegenüber verantwortlich fühlen und die Verantwortung ihrer Eltern tragen müssen. Wenn Sie dies nicht tun, werden Sie sich schuldig fühlen. Wenn Sie sich vor anderen Menschen für einen kranken Elternteil schämen, schämen Sie sich. Wenn sie sich der Erkrankung der Eltern stärker bewusst sind, wird sich diese Situation verringern (vgl. Plass / Wiegand-Grefe 2012: 31f). Durch das Wiederauftreten der akuten Krankheitsphase und des Krankenhausaufenthaltes erleben Kinder manchmal Gefühle der Verzweiflung, Verzweiflung und Hilflosigkeit, zu diesen emotionalen Zuständen kommen oft noch Enttäuschungen und Wut hinzu. Gerade in der akuten Phase der Erkrankung vermissen Kinder die Aufmerksamkeit und Fürsorge ihrer Eltern. Meistens werden sie abgelehnt und fühlen sich daher ungeliebt und vernachlässigt. Read Less