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Traumapädagogik in Pflegefamilien

Chancen und Herausforderungen für Pflegeeltern und Pflegekinder und die Rolle der Sozialen Arbeit

Written by S. Huldi

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Pedagogy

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Trauma Da es sich in dieser Arbeit um Traumapädagogik handelt, ist es notwendig, die Ursachen und Folgen von Traumata zu verstehen. In diesem Kapitel werden diese Grundkenntnisse eingeführt, damit die Wirkung im nächsten Kapitel vermittelt werden kann. Definierte das Konzept, schlug verschiedene Arten von Traumata vor, zeigte die möglichen Auswirkungen frühkindlicher Traumata auf und löste schließlich die Herausforderung der Folgen dieser Traumata für den Unterrichtsalltag. 3.1 Definitionen und Begriffe: traumatisches Ereignis, Trauma, Trauma Das Wort «Trauma» kommt aus dem Griechischen und bedeutet «Wunde» oder «Verletzung» (siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/Trauma). Diese Arbeit konzentriert sich auf Emotionen, d. h. auf psychische Traumata und nicht auf körperliche Traumata. Körperliche Wunden sind sichtbar (wenn auch nicht immer offensichtlich) und werden meist schneller behandelt als seelische Verletzungen, die nur von außen durch ihren Einfluss erkennbar oder vermutet werden können (vgl. Fischer / Riedesser 1999: 20). Beim Thema „Trauma“ gibt es viele Begriffsüberschneidungen, diese Begriffe sind meist nicht klar definiert und werden oft synonym verwendet. Um die Bedeutung der in dieser Arbeit verwendeten Begriffe zu verdeutlichen, hier eine kurze Definition der wichtigsten Begriffe – wohl wissend, dass sie hier nicht immer selektiv verwendet werden können. Ein „traumatisches Ereignis" ist eine existenzielle Erfahrung, die bedrohlich und überwältigend ist, ausgelöst durch intensive Angst- und Verzweiflungsgefühle (vgl. Fischer/Riedesser 1999: 83). Auch wenn ein solches Ereignis selbst nicht „traumatisch" oder traumatisch ist, aber es kann zu einem traumatischen Erlebnis werden. Daher kann ein solches Ereignis zumindest als „potentielles Trauma“ eingestuft werden (vgl. Butollo / Hagl 2003: 63f.). Denn in der Internationalen Statistischen Klassifikation von Krankheiten und verwandten Gesundheitsproblemen (ICD-10) wird diese bedrohliche und überwältigende Erfahrung bei den meisten Menschen als traumatisch definiert, aber der Begriff "traumatisches Ereignis" wird hier immer noch verwendet. „Traumatisch“ ist das Ergebnis dieses traumatischen Ereignisses und des daraus resultierenden psychischen Schockprozesses. Mit anderen Worten, der Begriff „Trauma“ wird nur verwendet, wenn tatsächlich „psychischer Schock und Symptombildung“ vorliegt (vgl. Butollo / Hagl 2003: 64). Dieses "Symptom" ist ein Effekt, der eindeutig mit dem auslösenden Faktor zusammenhängt. Die Veranstaltung ist im Kapitel beschrieben. 3.2 Verschiedene Arten von Traumata Es gibt verschiedene Versuche, Traumata zu klassifizieren. In der Literatur wird immer wieder die Einteilung von Lenore Terr (1991/1995) verwendet. Es unterteilt traumatische Ereignisse in Typ I und Typ II. Typ I ist ein Einzeltrauma, Typ II ist ein Mehrfachtrauma, also ein komplexes Trauma (vgl. Terr 1995:53 und Terr 1991, zitiert nach: Streetk-Fischer 2009:97). Diese lassen sich weiter in Naturkatastrophen/Unfälle und zwischenmenschliche Gewalt unterteilen (vgl. Hipp 2014: 15f.), sodass sich ein Raster wie unten gezeigt ergibt. Diese Klassifikation wird in dieser Arbeit verwendet, weil sie ein sehr weites Gebiet greifbar macht, sowohl aus Gründen als auch aus Gründen, einschließlich Dauer und möglicher Wiederholung (siehe ebd.). Kann diese Einteilung nicht ganz nachvollziehen. Wie bereits erwähnt, hängen traumatische Erlebnisse immer von den zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Bewältigung und den bereits Erlebten des jeweiligen Personals ab. Zum Beispiel kann ein starkes Erdbeben die gleichen zerstörerischen und langfristigen Auswirkungen haben wie ein Tsunami, sodass es zu komplexen Traumata führen kann. Welche Traumata treten bei Pflegekindern besonders häufig auf? Kinder in Pflegefamilien sind in der Regel Entwicklungstraumata durch Entbehrung, Vernachlässigung, körperlichen oder sexuellen Missbrauch, also Traumata mit komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen (vgl. Nienstedt / Westermann 2008: 21f.). Das gleiche wie oben. Und Zitelmann 2016: 220). Wenn Kinder in der frühen Kindheit betreut werden, bedeutet dies, dass die einheimische Familie zu diesem Zeitpunkt bereits erhebliche Probleme hatte und die Wahrscheinlichkeit von Traumata hoch ist, daher konzentriert sich diese Arbeit auf komplexe zwischenmenschliche Traumata in der frühen Kindheit. 3.3 Kinder mit Trauma – Auswirkungen von Traumata in der frühen Kindheit Je nach Art der traumatischen Erfahrung und dem Entwicklungsstand des Kindes zu diesem Zeitpunkt können sehr unterschiedliche Folgen auftreten. Wie bereits erwähnt, hängen die psychischen Folgen traumatischer Ereignisse auch von persönlichen und umweltbezogenen Faktoren ab. Es ist auch nachgewiesen, dass das allgemeine Einzeltrauma oder das komplexe Trauma im „späten Leben“ weniger Einfluss auf die Persönlichkeit und Entwicklung hat als das komplexe Trauma in der frühen Kindheit. Kinder haben weniger Bewältigungsmöglichkeiten und ihr Gehirn entwickelt sich noch, was durch Traumata verzögert oder sogar verhindert werden kann (vgl. Garbe 2015: 28, 30). Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich um ein einzelnes Trauma im späteren Leben handelt. Read Less