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Chronisch körperlich erkrankte Kinder

Stärkung des Selbstkonzeptes bei Kindern mit einer chronisch körperlichen Erkrankung

Written by N. Hauri

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Der Begriff „chronisch“ für chronische körperliche Erkrankungen leitet sich vom altgriechischen Begriff „chronos“ ab, was „Zeit, Dauer“ bedeutet oder „chronios“, was „zögern, zögern“ bedeutet. Chronische körperliche Erkrankungen sind eine lang anhaltende körperliche klinische Manifestation und medizinisch behandelbar, aber die meisten von ihnen sind nicht heilbar (vgl. Warschburger 2009: 27; Hoss / Maier 2013: 2). Ziel ist es daher bei chronischen Erkrankungen, Komplikationen, Exazerbationen und Folgeerkrankungen zu vermeiden und den Betroffenen eine möglichst hohe Lebensqualität zu sichern (vgl. von Hagen / Schwarz 2009: 13). Chronische Krankheiten gibt es auch im Geistigen Reich, daher beschränkt sich diese Arbeit auf körperliche Krankheiten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sich die physische und psychische Ebene gegenseitig beeinflussen können (vgl. Hoss / Maier 2013: 2). Wenn von chronischen Krankheiten die Rede ist, wird in der aktuellen Arbeit immer von chronischen körperlichen Erkrankungen gesprochen. In der Literatur gibt es unterschiedliche Diskussionen über die Kriterien, wann von chronischen Erkrankungen gesprochen werden sollte. Diese Arbeit basiert auf der in Abbildung 1 gezeigten Definition von Stein et al. (zitiert nach Warschburger 2000: 19 1993), weil es die wichtigsten Kriterien prägnant benennt und chronische Erkrankungen eindeutig nicht in der Medizin, sondern chronische Erkrankungen im biopsychosozialen Kontext betrachtet. Das biopsychologische Modell von George L. Engel hat im Gesundheitswesen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dies unterstreicht, dass Krankheit nicht rein biologischer Natur ist, sondern ihre Entwicklung und ihr Verlauf auch durch psychologische und soziale Faktoren beeinflusst und eingeschränkt werden (vgl. Pauls 2013: 18). Daher ist eine umfassende biopsychologische Perspektive bei der Betrachtung chronischer Erkrankungen und deren Auswirkungen unabdingbar (vgl. Warschburger 2000: 12). Entsprechend den unterschiedlichen Ein- bzw. Ausschlusskriterien der Definition chronischer Erkrankungen variieren die Prävalenzangaben je nach Autor bzw. Autor zwischen 10 % und 30 % (vgl. Reinhardt 2009: 11). Wie bereits in der Einleitung erwähnt, haben chronische körperliche Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen. Durch den medizinischen Fortschritt konnte die Lebenserwartung bei vielen Erkrankungen deutlich erhöht werden (vgl. Warschburger 2000: 11f.). Es gibt viele Arten von chronischen Krankheiten. B. Asthma bronchiale, Diabetes, Krebs, Neurodermitis, Mukoviszidose, Adipositas, chronische Nierenerkrankung, Allergien, angeborene Herzfehler, Epilepsie etc. (vgl. Warschburger 2000: 13-17; Hoss/Maier 2013: 5-15). 2.2 Kindheit und kindliche Entwicklung Als Kindheit bezeichnet man die Zeit von der Geburt bis zur Pubertät bzw. dem Beginn der Adoleszenz (siehe Bundesamt für Gesundheit, ohne Datum). In der Literatur wird dieser Zeitraum unterteilt und nach verschiedenen Autoren benannt. Da es sich bei dieser Arbeit jedoch nicht nur um entwicklungspsychologische Theorien handelt, hilft eine übergeordnete, von bestimmten Theoretikern unabhängige Klassifikation, verschiedene Entwicklungsstufen zu konstruieren. Oer-ter / Montada (2002: OS) unterteilt die gesamte Kindheit in Säuglinge (bis 12 Monate), Kleinkinder (2. Lebensjahr) und Kindheit (3 bis 11 Jahre). Die Zeitspanne ist von 3 bis 11 Jahren sehr groß, inklusive enormer Entwicklungssprünge. Daher ist es vorteilhaft, diese Zeit in zwei Teile zu teilen. Hobmair (2008: 311-319) und Berk (2005: o.S.) unterteilen Kinder in Früh-, Mittel- und Spätstadien. Dazu haben sie die ersten beiden Lebensjahre in eine Entwicklungsphase eingebunden. Nach Berk (2005: oS) unterteilt die aktuelle Arbeit die Kindheit in Säuglings- und Kleinkindalter (erstes und zweites Lebensjahr), frühe Kindheit (2 bis 6 Jahre) und frühe Kindheit (6 bis 11 Jahre) ). Diese Einteilung erlaubt auch die Einbeziehung von Havighursts Entwicklungsaufgaben zur Veranschaulichung der Anforderungen von Kindern eines bestimmten Alters (vgl. Oerter 1998: 124f.). Durch diese Unterteilung kann die kindliche Entwicklung in Kapitel 3 strukturiert und übersichtlich dargestellt werden, ohne die Details zu verlieren, und nicht nur in der Oberflächlichkeit des Lebens zu bleiben. Diese geschehen alle in einer bestimmten Reihenfolge.“ (Hobmair 2008: 209 ). Veränderung zielt immer auf ein Ziel ab, das charakteristisch für die Entwicklungsphilosophie ist. Beispielsweise zielt die Sprachentwicklung darauf ab, mit anderen zu kommunizieren. Hobmair erwähnte auch einen irreversiblen Entwicklungsablauf. Ein Beispiel dafür ist: Das Kind spricht ein Wort bevor er sich im ganzen Satz ausdrücken kann (vgl. ebd.: 209) Die Entwicklung endet nicht mit dem Erwachsenenalter, sondern über den gesamten Lebenszyklus, beginnt also mit der Geburt und endet mit dem Tod (vgl. Berk 2005: 8f. ; Montada 2002: 8) Berücksichtigt wird die kindliche Entwicklung – von der Geburt bis zum 11. Lebensjahr – Die menschliche Entwicklung wird einerseits durch physische und psychische Bedingungen und andererseits durch das soziale Umfeld beeinflusst. Read Less