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„Diversity“ und Soziale Arbeit

Ein kritischer Umgang mit der Macht von Differenzordnungen

Written by L. Haefelfinger

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: „Vielfalt“ Der Begriff „Diversity“ stammt aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten und kann zunächst mit Vielfalt oder Heterogenität übersetzt werden. In Deutschland wird der Begriff „Diversity“ seit Anfang der 1990er Jahre mit Pädagogik, Bildung und Sozialarbeit assoziiert. Seit Anfang der 2000er Jahre wird der Begriff zunehmend im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und administrativen Fragestellungen verwendet. „Management Diversity“ ist ein betriebswirtschaftlicher Prozess, der die Unterschiede zwischen Individuen (Mitarbeitern und Kunden) als Stärken und Schlüssel zum Erfolg ihrer jeweiligen Organisation betrachtet (vgl. Stuber 2004, Mecheril/Plössner: 278). Im gesellschaftlichen Kontext wird der Begriff hauptsächlich für machtkritische Bedeutungen verwendet. Der Fokus liegt dabei darauf, soziale Unterschiede als Bezugspunkt für Diskriminierung und soziale Ungleichheit zu nutzen. Mit dem Wort „Diversity“ kann die Soziale Arbeit auf ein Konzept zurückgreifen, das einen angemessenen Umgang mit der gesellschaftlichen Realität verspricht. Der Begriff steht für eine normative Haltung gegenüber der grundsätzlichen Bejahung und Wertschätzung von Vielfalt. Der Ausdruck „Diversität“ bezeichnet die Methode der Beobachtung, Gestaltung und Kritik der Gesellschaft (vgl. ebd.: 279). 1.1.2 Typen sozialer Differenzen Soziale Differenzen oder soziale Differenztypen können als „Ergebnis sozialer Konstruktion“ in der (sozialen) räumlichen Differenzlinie (wie Klasse, Nation/Land, Rasse, Siedlung/Herkunft, Kultur) verstanden werden , Nord-Süd/ Ost-West, Stand der gesellschaftlichen Entwicklung Die genannten Differenzlinien erscheinen als gesellschaftliche Ordnungskategorien, in denen Individuen sozial positioniert sind bzw. sich in diese Kategorien einordnen (vgl. Mecheril / Plösser 2011: 281) .1.1. 3. " Do "Differenz" "mache einen Unterschied" Wir werden als der Prozess beschrieben, bei dem sich Individuen zeigen, indem sie sich auf verschiedene Kategorien (wie "Kultur" oder "Gender") beziehen oder Erfahrungen entlang dieser Kategorien zuschreiben. Aufgrund der aktiven Teilnahme an "Differenz machen" ", Individuen können sich Differenzen zuordnen, sie hinterfragen, erweitern oder bestätigen (vgl. West, Candance/Fenstermaker, Sarah 1995, zitiert nach Mecheril/Plössner 2011: 281). 1.1.4. Normalität Wenn Unterschiede als sozialpädagogische Intervention verstanden werden Es bedeutet, dass es bereits ein Konzept von Normalität und Andersartigkeit gibt. 2. Highlights von Unterschieden und „Diversität“ in unterschiedlichen Aspekten Im Folgenden werden unterschiedliche Diskursketten vorgestellt und anschließend eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen von SozialarbeiterInnen unter den unterschiedlichen Dominanzbedingungen und der Notwendigkeit der Kritik geführt Maßnahmen gegen die Dominanz. Im Fokus der Methode stehen verschiedene Aspekte. 2.1 Unterschiede als Attribute sozialpädagogischer Interventionen In dieser Lektüre wird die Effektivität, dh die Macht der Unterschiede, betont, während versucht wird, diese zu identifizieren. Daher ist die Verwendung von Unterschieden als Unterscheidung und der Hinweis auf Abweichungen von normalen Mustern ein wichtiger Teil des sozialpädagogischen Lösungsprozesses. Es ist nicht verwunderlich, dass einige der Dilemmata mit der folgenden Lesart zusammenhängen: Am Ende, wenn Sozialarbeiter angesprochen werden, generieren Sozialarbeiter oft ihre eigenen Institutionen und/oder die normale Struktur der Gesellschaft und können davon abweichen , auch wenn dies oft unbewusst geschieht. Darüber hinaus birgt diese Betrachtungsweise die Gefahr, Bedürfnisse und Probleme automatisch mit dem Wort „Differenz“ zu verknüpfen. Soziale Arbeit ist lizensiert, vor allem weil Unterschiede als Bereiche angesehen werden, die verändert und reduziert werden müssen. Der sozialpädagogische Umgang mit Unterschieden ist daher im Sinne der Korrektur von Normabweichungen ein elementarer Bestandteil der Sozialen Arbeit. Staatliche Zulassung für Soziale Arbeit. In diesem Sinne besteht die Aufgabe der das Subjekt begleitenden Sozialen Arbeit in Form von aktiver Unterstützung darin, sich an als „anders“ oder „problematisch“ gekennzeichnete Objekte anzupassen und letztlich die Normalisierung und Homogenität der Bevölkerung zu fördern. Darüber hinaus stellt sich auch die Frage, ob und wie die Abweichung von der normalen Konstruktion, die Sozialarbeiter als Differenz sehen, zum Thema wird. Das Problem dabei ist, dass die Orientierung an bestimmten Unterschieden (wie Geschlecht, Religion) wiederum zum Verschwinden anderer Arten von Unterschieden (wie Gesundheit, Alter) führt (vgl. Mecheril / Plösser 2011: 279f.). Der Autor glaubt, dass dies wiederum mit dem eigenen Lebenslauf, mit der eigenen Erfahrung des Profis zusammenhängt und auch durch die Medien beeinflusst werden kann. Zum Beispiel die Täter von Terroranschlägen, die wiederum einen großen Einfluss auf den konkreten Dialog zwischen Sozialarbeitern und Neuankömmlingen aus Syrien haben. 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