Add Thesis

Handlungsempfehlung für Guerilla-Marketing in Start-ups

Written by Justin Pohl

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Marketing & Sales

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Was ist Marketing Um die Prinzipien des Guerilla-Marketings zu verstehen, müssen wir zunächst die Prinzipien des Marketings erklären. Denn Guerilla-Marketing verfolgt nicht das Ziel, „klassisches“ Marketing zu ersetzen oder gar zu ersetzen. Vielmehr stellt es eine zeitgemäße und innovative Erweiterung bekannter Marketinginstrumente dar [vgl. Pataras 2012, 15]. Bevor man sich mit den konkreten Details der Weiterentwicklung des Marketings beschäftigt, ist es wichtig, ein grundlegendes Marketingverständnis zu haben. Manfred Bruhn definierte den Begriff Marketing in seinem Lehrbuch „Marketing“ (2016) wie folgt: „Marketing ist eine Art unternehmerisches Denken. Es verkörpert die Analyse, Planung, Durchführung und Steuerung aller internen und externen Unternehmensaktivitäten, die darauf abzielen, eine marktorientierte Absatzorientierung zu erreichen Unternehmensziele durch die konsequente kundenorientierte Ausrichtung der Unternehmensleistungen auf die Kundeninteressen." Nicht gleich Werbung. Im Gegensatz zur Werbung stellt Marketing eine übergreifende Unternehmensphilosophie mit einem umfassenden Leitkonzept dar. Dieses Zusammenspiel von unternehmerischer Funktion und Denkweise wird auch als „duale Führungskonzeption“ bezeichnet [vgl. Bruhn 2016, 14] Der sogenannte Marketing-Mix ist der Eckpfeiler des Marketings. Jedes Unternehmen setzt je nach Branchen, Produkten oder Dienstleistungen unterschiedliche Unternehmensprioritäten. Um eine geeignete Marketingstrategie zu finden, müssen verschiedene Marketingmethoden kombiniert werden. Marketinginstrumente werden klassisch in Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Vertriebspolitik unterteilt [vgl. Albrich 2006, 22]. Der aus diesen vier Policen zusammengesetzte Marketing-Mix wird daher auch „4P“ genannt. Produktpolitik umfasst Maßnahmen zur Produktentwicklung, -gestaltung, -qualität, -änderung und -verbesserung [vgl. Hutter / Hoffmann 2013, 11] Die Hauptaufgabe der Preispolitik ist die Preisgestaltung und Preisdifferenzierung. Das dritte Instrument ist die Distributionspolitik, die dafür verantwortlich ist, den Kunden die Produkte des Unternehmens zu einem festen Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort und in der richtigen Menge zur Verfügung zu stellen. Kommunikationspolitik ist ein Mittel zur Gestaltung der direkten Beziehung zwischen Lieferanten und Kunden. Kommunikationsmaßnahmen zielen darauf ab, Einstellungen und Verhaltensweisen von Kunden oder Verbrauchern gezielt zu beeinflussen. Auch die Kommunikationspolitik nutzt viele Instrumente, um ihre Ziele zu erreichen. Dies kann Maßnahmen wie Öffentlichkeitsarbeit, Förderung der Nutzung von Fernseh-, Print-, Radio- und Filmwerbung umfassen. 2.2 Was ist Guerilla-Marketing Wie eingangs erwähnt, bestätigt Guerilla-Marketing als Teil der Kommunikationspolitik die Hypothese, dass Guerilla-Marketing eine Erweiterung klassischer Marketingmethoden ist. Bevor wir im nächsten Kapitel die Grundideen des Guerilla-Marketings aus historischer Perspektive betrachten, sollten wir zunächst einmal im Detail untersuchen, was ein Guerilla-Marketing ist. Wie gesagt, Guerilla-Marketing ist ein Teil der Kommunikation. Sie soll aber neben der Kommunikationspolitik auch als Katalysator für alle anderen Marketinginstrumente dienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Kommunikation, Produkte, Preise oder Vertrieb geht. Es steht für einen intelligenten, unkonventionellen Zugang zum Kunden und bildet damit einen neuartigen Kommunikationskanal. Darüber hinaus gilt Guerilla-Marketing auch für strategische Marketingüberlegungen, nicht nur für das operative Marketing [vgl. Schulte / Pradel 2006, 16 f.]. Daher ist ein starkes kundenorientiertes Marketing mit dem Schwerpunkt der Kommunikationspolitik eine zeitgemäße Möglichkeit. „Guerilla-Marketing kann klassisches Marketing nicht ersetzen, aber ich hoffe, es flankierend zu begleiten oder manchmal zu übertreffen“ [Patalas 2012, 4]. Aber wie können wir das klassische Marketing übertreffen? Ziel des Guerilla-Marketings ist es zunächst, sich von konkurrierenden Marketingaktivitäten abzuheben, unverwechselbar und neu zu sein, um durch Kreativität und Innovation Aufmerksamkeit zu erregen. Außergewöhnliche, überraschende und interessante Aktivitäten und Marketingideen sollen dabei helfen. [Aussehen. Schulte / Pradel 2006, 16 f.]. Um Aufmerksamkeit zu erregen, kann Guerilla-Marketing auch Tabus und Konventionen brechen. Mit kleinem Budget soll die große Wirkung erzielt werden [vgl. Foster/Cruz 2006, 48]. Die Grundidee besteht daher aus den beiden Hauptzielen „Aufmerksamkeit erregen“ und „Einsatz mit kleinem Budget“. Der beste Fall ist, originelles Marketing billig zu nutzen und so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erhalten. Im Gegensatz zum frühen Guerilla-Marketing nutzen viele große Unternehmen heute auch Guerilla-Marketing. Der Mitteleinsatz kann auf Zehntausende, 100.000 oder noch mehr Euro erhöht werden. Zur weiteren Betrachtung dieser Arbeit kann gesagt werden, dass es beim Guerilla-Marketing um „Besonderes“ und „Anderes“ geht und vor allem in jungen Unternehmen um billige Marketingaktivitäten [vgl. Schulte/Pradel 2006, 17]. 2.2.1 Die Entwicklungsstufe des Guerilla-Marketings Bevor in den weiteren Kursen dieses Buches auf die weiten Aspekte des Guerilla-Marketings eingegangen wird, müssen zunächst die Ursprünge des Guerilla-Marketings geklärt werden. So wichtig Read Less