Add Thesis

Digitaler Wandel im Journalismus

Konstruktiver Journalismus als neuer Weg

Written by T. Wittich

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Journalism

Year

2018

Abstract

Bachelorarbeit: Digitale Transformation und konstruktiver Journalismus In den folgenden Kapiteln werden die Veränderungen in der digitalen Struktur des Nachrichtenbereichs sowie die von Haagerup und Gyldensted beschriebenen negativen Berichterstattungstrends diskutiert. Dann untersuchen wir, wie konstruktiver Journalismus in Deutschland akzeptiert wird und wo er zu finden ist. Dies zeigt ein Beispiel. Abschließend wird die Debatte um konstruktiven Journalismus näher beleuchtet und die Machbarkeit der Zukunft beschrieben. 3.1 Veränderungen in der Struktur der Digitalisierung und der Status Quo der Nachrichtenbranche Die fortschreitende Digitalisierung hat viele Veränderungen in der Nachrichtenbranche mit sich gebracht, insbesondere in den drei klassischen Medienkanälen (Druck, Hörfunk und Fernsehen). Für Journalisten und Medienunternehmen haben diese Veränderungen neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich gebracht. Diese Herausforderung spiegelt sich im immer flüchtiger werdenden Nutzungsverhalten des Empfängers wider. Dies lässt sich damit erklären, dass der digitale Wandel viele neue Möglichkeiten geschaffen hat, die sich entscheidend auf den Konsum oder die Verbreitung von Informationen auswirken (vgl. Grieß 2013, 209). Der Medienkonsum hat sich verändert (vgl. Meseberg 2014, 239), weil der klassische Medienkanal um den neuen Kanal Internet (online) erweitert wurde. Durch diese Erweiterung werden neue Begriffe wie „Medienkonvergenz“ (vgl. Novy / Krone / Kappes 2014, 1-5), „Social Media“, „Second Screen“, „Live-TV“ oder „Demand Media“ immer beliebter wichtiger ist es (vgl. Busemann / Gscheidle 2012, 380-390). Die oben genannten Ergebnisse stammen auch aus der ARD/ZDF-Online-Studie 2017, die die Entwicklung der Online-Nutzung in Deutschland untersucht hat. Laut dieser Recherche sind mittlerweile neun von zehn Deutschen online (siehe ARD/ZDF Online Research Pressemitteilung 2017). Die Tabelle zeigt die Entwicklung der Online-Nutzung in Deutschland unter Berücksichtigung der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Dies zeigt, dass die Online-Nutzung von 1997 bis 2017 stetig zugenommen hat. Wichtig ist das starke Wachstum von 61,1 % im Jahr 2016 auf 72,2 % im Jahr 2017. Das ist ein Plus von 11,4 Prozentpunkten, was angesichts der Zahlen der Vorjahre enorm ist. Diese Ergebnisse sind auch das Ergebnis der Überarbeitung und Erweiterung der Fragestellung. Die Ergebnisse berücksichtigen Nutzungsarten wie Whatsapp oder IP-TV („Internet-TV“) (vgl. Koch / Frees 2017, 434-435). Neben dieser Entwicklung wird auch vom "Leiden des Leuchtturms" gesprochen. Die drei Hauptpassagen hier werden als Leuchttürme bezeichnet. Sie haben eine führende Rolle und gelten als hochwertige Medien. Zu den hochwertigen Medien zählen beispielsweise „BBC“, „New York Times“, „Süddeutsche Zeitung“ und „Der Spiegel“. Diese Entwicklung ist seit vielen Jahren bekannt und Medienunternehmen versuchen sie in diesen Bereichen (vgl. Blum 2011, 7-13). Da es sich beim empirischen Teil der aktuellen Arbeit um Printmedien handelt, kann die Erläuterung an dieser Stelle auf Tageszeitungen und hochwertige Zeitungen beschränkt werden. Nachrichtenmagazine wie "Der Spiegel", "Focus" und "Stern" zeigen die Auflagen wie Zeitungen. Dies zeigt sich auch in den Abbildungen 3 und 4 unter Berücksichtigung der Entwicklung der Internetnutzung. Obwohl negative Trends erkennbar sind, bedeutet dies nicht, dass sich der Wert der oben genannten und anderer gedruckter Zeitschriften ändert. Nach wie vor geben Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine Themen vor und beeinflussen Berichterstattungstrends, weil sich Reporter anderer Kanäle an diesen orientieren (vgl. Jandura / Brosius 2011, 196). Wie eingangs erwähnt, wird Social Media immer wichtiger. Für Reporter bezeichneten sie eine unverzichtbare Ergänzung der täglichen Redaktionsarbeit. „Mehr als die Hälfte der deutschen“ Online-Nutzer „verbringt die meiste Medienzeit in diesen Netzwerken“ (Primbs 2016, 9). Für Journalisten gilt dies aber vor allem, weil „ein Viertel der Online-Nutzer“ „Facebook zum Zugriff auf Artikel auf Online-Medienplattformen“ nutzt (vgl. ebd. 2016, 10). Aus diesem Grund werden immer mehr Beiträge über diese zusätzlichen Kanäle veröffentlicht, denn eine Erhöhung der Klickzahlen bedeutet eine Erhöhung der Reichweite (vgl. Grieß 2013, 209). Für den gesamten Website-Traffic ist dies auch in Abbildung 5 dargestellt. Dies führt zu dem von Haagerup erwähnten Argument, dass die Gesellschaft irgendwann in eine Flut negativer Nachrichten geraten wird. An der Anzahl der Top-Themen in den deutschen TV-Nachrichten können wir den negativen Trend erkennen, den dies gelöst hat. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2014 26.429 Nachrichten aus den Zeitschriften ARD Tagesschau und Tagesthemen, ZDF heute und heute berücksichtigt. Internationale Konflikte führen zu diesen Statistiken, und die meisten von ihnen werden als negativ eingestuft. Es folgten zum Beispiel politische Unruhen, religiös motivierter Terrorismus und Bürgerkriege. Read Less