Add Thesis

Büchi Erfolgsfaktoren aus Marketingsicht beim Betreiben eines Shopping-Centers

Written by C. P. Büchi

Paper category

Master Thesis

Subject

Architecture & Real Estate

Year

2009

Abstract

Masterarbeit: 4.4 Auswertung In diesem Kapitel werden die in Kapitel 2 und Kapitel 3 entwickelten theoretischen Grundlagen verwendet, um die Ergebnisse der Interviews mit Sihlcity-Mitarbeitern in 4.1 bis 4.3 auszuwerten. Der Fokus sollte auf der Entdeckung von „Storytelling“, „Experience Economy“ und „Third-Party“-Methoden liegen, die den Aufbau von Einzelhandelsmarken unterstützen sollen. Als Leitfaden für die Diskussion dient die in Tabelle 2148 dargestellte Erfolgsfaktormatrix. 4.4.1 Zielgruppe In diesem Abschnitt soll überprüft werden, ob das Angebot von Sihlcity der zum Zeitpunkt der Eröffnung definierten Zielgruppe entspricht und in welchen Bereichen Optimierungspotenzial besteht. Grundsätzlich will Sihlcity die drei Zielgruppen Jugendliche, berufstätige Paare und Touristen ansprechen. Familie und Rentner werden in der Zielgruppenliste nicht genannt. In Shopping-Bereichen dürfte „Fashion“ einen überdurchschnittlichen Flächenanteil haben. Auch wenn Kinder nicht als Zielgruppe genannt werden, gibt es doch einige Shops, die Artikel für ihre Ausrüstung zur Verfügung stellen. Es gibt auch einen Kinderspielplatz. Ein Großteil der Bekleidungskollektion ist auf junge Kunden zugeschnitten, höhere Lebensqualität und modische Accessoires werden oft unterschätzt. Für diese Generation älterer berufstätiger Paare stehen weniger Angebote zur Verfügung. Das Restaurant ist mit dem modischen Konzept der internationalen Küche auf die Zielgruppe zugeschnitten. Das Kino vermittelt eine gewisse Eleganz und Behaglichkeit, geeignet für Menschen jeden Alters, auch für Familien. Gesundheitsleistungen sind im Vier-Sterne-Bereich angesiedelt und laut C. Stiffler sehr beliebt. 149 Es ist nicht für Familien oder ältere Menschen geeignet. Die moderne urbane Architektur der Immobilie kann die erwartete Zielgruppe ansprechen. Auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die relativ zentrale Lage sind für den Nachtbetrieb sehr wichtig. Sihlcity ist so praktisch wie andere Ausgehmöglichkeiten. Außerdem gibt es Parkplätze, die sich von z. B. in der Innenstadt - auch vorhanden. Zu beachten ist jedoch, dass in Sihlcity häufig Familien mit Kindern anzutreffen sind. Die autofreie Masterarbeit von pebros, die nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Turngerät genutzt werden kann, scheint sehr beliebt zu sein. Dass die Familie als Kunde nicht langweilig ist, zeigte im August 2009 die LEGO Aktion am Kalanderplatz, und diese Arbeit wurde damals geschrieben. Die für das zweite Halbjahr 2009 geplante Kundenbefragung 150 bietet Gelegenheit, zu überprüfen, ob der Besucher zur ursprünglich geplanten Zielgruppe gehört. Sollten sie andere Gruppen betreten, wie zB Familien klassifizieren und das Angebot auf diese Gruppen ausweiten, ist klar, ob diese Gruppen beliebter werden sollten. Für Touristen werden keine speziellen Ermäßigungen gewährt. Beim Besuch der Sihl in den Sommerferien 2009 wurden jedoch häufig Touristen vor Ort gesehen. In den folgenden Kapiteln untersuchen wir, inwieweit die zuvor beschriebene spezifische Ausgestaltung des Marketingtools Sihlcity zur zielgruppenorientierten Positionierung der Handelsmarke beiträgt. 4.4.2 Die fremde Welt Die fremde Welt ist als eine andere Welt als die Alltagswelt zu verstehen. Entsprechend gestaltete Innen- und Außenräume sollen eine emotionale und „andere“ Welt präsentieren, was dafür sehr wichtig ist. Aber auch Geschäfte, die nur an diesem Standort zu finden sind, tragen zur Differenzierung bei. Auch bei der Gestaltung eines Angebots für Nachkäufe ist darauf zu achten, dass es sich vom Angebot des Mitbewerbers unterscheidet. Die Gestaltung des Ortes sollte sich an der zentralen Geschichte oder Botschaft orientieren, die den Menschen vermittelt werden kann. 151 Die architektonische Gestaltung der Sihlcity mit ihren Alt- und Neubauten ist einzigartig in der Greater Zurich Area (wenn nicht sogar in der ganzen Schweiz). Wir haben erfolgreich ein modernes Stadtquartier mit hohen Reihenhäusern, engen Gassen und einer internationalen Metropole gebaut. Durch die teilweise Erhaltung und Sanierung der alten Bausubstanz wird nicht der Eindruck eines neuen aseptischen Gebäudekomplexes erweckt. Betritt man die Sihlcity vom Utoplatz, läutet der glänzende Asphaltbelag den Beginn einer neuen Welt ein. Der Platz des Kalenders lädt zum Verweilen ein. Es ist das eigentliche Zentrum des Komplexes, in dem sich das Restaurant befindet. Wenn der Tourist hauptsächlich das Spektakel des "urbanen Verbrauchers" 152 würdigen möchte und dabei eine Rolle spielen darf, dann kann er dies tun, bevor er die Mall betritt. Wenn er keine besonderen Einkaufsbedürfnisse hat, hat er keinen Grund, das Einkaufszentrum zu betreten. Bei schlechtem Wetter oder kalten Jahreszeiten gibt es keinen brauchbaren alternativen Kalenderraum als Treffpunkt für Touristen. Diese Situation ist ähnlich wie in urbanen Zentren, wo geschützte halböffentliche Räume oft fehlen. Read Less