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Nachhaltigkeitsmanagement in Zeiten der Digitalisierung

Potenziale der künstlichen Intelligenz als Werkzeug des betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements

Written by K. Lau

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Management

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Nachhaltigkeit und unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement 2.1.1 Nachhaltigkeit vs. Nachhaltigkeit Wer eine verbindliche und umfassende Definition des Begriffs Nachhaltigkeit sucht, kann sicher sein, dass dies trotz seiner Historie Entwicklung und hoher Nutzungshäufigkeit in Politik und Wirtschafts- und Branchenverbände existieren – vermutlich aufgrund ihrer Komplexität und Vitalität – nicht (Grober 2013, 20; Lexikon der Nachhaltigkeit 2015). Aus etymologischer Sicht wurde der Begriff 1713 von Hannß Carl von Carlowitz im Kontext der Forstwirtschaft geprägt. Aus Sicht der ökologischen und ökonomischen Machbarkeit weist er darauf hin, dass die „nachhaltige Nutzung“ von Holz nicht abgeholzt werden kann nur innerhalb einer vorgeschriebenen Frist wiederhergestellt werden (Grober 2013, 21; Carlowitz et al. 2000, 150). Demnach entstand Nachhaltigkeit aus „[...] einem ressourcenökonomischen Prinzip, das es ermöglicht, Ressourcen dauerhaft und gewinnbringend einzusetzen.“ (Pufé 2014a, 36). Unter der Annahme intragenerationaler und intergenerationeller Gerechtigkeit haben Gro Harlem Brundtland et al. In ihrem 1987 an die Vereinten Nationen vorgelegten Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ ist nachhaltige Entwicklung eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Menschen befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht erfüllen können (Hauff 1987, 46; Brundtland 1987, 16). Diese formale politische Definition ist der mit Abstand am weitesten verbreitete und am häufigsten zitierte Ausdruck von Grundgedanken (Pufé 2014a, 65; Grober 2013, 21; Lexikon der Nachhaltigkeit 2015). Will man dies attraktiver ausdrücken, kann man auch die „Enkeleignung“ als Annahme für verantwortungsvolles Handeln und Entscheiden verwenden (Merkel 31.05.2016) oder fordern, dass heute nicht mehr auf Kosten von morgen geht und Hier geht es nicht mehr auf Kosten von Produktion und Konsum anderswo (Bertelsmann Stiftung 2014, 2). Im Folgenden wird Nachhaltigkeit verstanden als: „Der Zustand des globalen Systems, einschließlich ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Teilsysteme, in dem die Bedürfnisse der heutigen Menschen befriedigt werden, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu beeinträchtigen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.“ (Vereinte Nationen ) 1987). Nachhaltigkeit ist aus dieser Perspektive weniger eine Methode 2 als vielmehr ein normatives Modell, das auf Zielen oder Idealen basiert (Pufé 2014a, 298), das von nachhaltiger Entwicklung zu unterscheiden ist. Nachhaltige Entwicklung strebt an, allen heute lebenden Menschen und zukünftigen Generationen im Rahmen der natürlichen Tragfähigkeit der Erde ausreichend hohe ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Standards zu bieten, um die Prinzipien der Generationen- und Generationengerechtigkeit zu verwirklichen. 2.1.2 Betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten für die Wettbewerbsfähigkeit hat sich das NHM in den letzten 20 Jahren auch in der konkreten Umsetzung durch professionelles betriebliches ökologisches und soziales Management eine eigene Position erarbeitet ( Schaltegger 2015, 20). Um im eigentlichen Sinne von nachhaltiger Entwicklung sprechen zu können, müssen alle Unternehmensbereiche und die vor- und nachgelagerten Teile der Wertschöpfungskette in die Richtung einer nachhaltigen Entwicklung eingebunden werden (Pufé 2014a, 229). Damit ist NHM eine operative Querschnittsfunktion, deren Zweck, Auftrag und Ziel es ist, auf die damit verbundenen unternehmerischen Herausforderungen systematisch zu reagieren (Schaltegger & Petersen 2010, 143; Schaltegger et al. 2012, 30). Das Ziel von NHM ist „[...] eine nachhaltige Organisationsentwicklung und der Beitrag des Unternehmens zur nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.“ (Schaltegger & Petersen 2010, 140). Es geht also nicht darum, Gewinne zu erwirtschaften und diese dann in Umwelt- und Sozialprojekte zu investieren, sondern um die Gewinnarten, die mit Umwelt und Gesellschaft vereinbar gemacht werden (Pufé 2014b). Auf diese Weise wird die „Bottom Line“ (das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung) um ökologische und soziale Dimensionen ergänzt und als „Triple Bottom Line“ bezeichnet. Das bedeutet, dass das Unternehmen sein Kerngeschäft sozial und ökologisch verantwortungsvoll und wirtschaftlich erfolgreich betreibt (Pufé 2014a, 193; Elkington 2004). Obwohl die Strategie für nachhaltige Entwicklung des Unternehmens definiert, "was zu tun ist" und "wohin zu gehen", ist NHM für das "Wie" verantwortlich, dh für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung. NHM kann als „professionell“ (integriert) bezeichnet werden, wenn es ähnlich wie alle anderen Geschäftsprozesse des Unternehmens system- und systembasiert umgesetzt wird (Conrad 2014, 194). Da das Management des nachhaltigen Entwicklungsdesigns eines Unternehmens auf unterschiedliche Weise etabliert werden kann, soll die nachfolgende Tabelle eine grobe Systematik nach Entwicklungsstand und damit einen vergleichenden Überblick geben und das Verständnis dieser Arbeit durch das professionelle Management unterstützen unternehmerisch Wege zur Klärung von Nachhaltigkeit. Vergleicht man die gezeigten Entwicklungsstufen, so kann man sagen, dass zwischen der ersten Stufe und der zweiten Stufe in der Spezialisierung des NHM ein grundsätzlicher Unterschied besteht und der Unterschied zwischen der zweiten und dritten Stufe auf der Normativität des Gesamtkonzepts beruht Auswirkungen auf eine wirksame nachhaltige Entwicklung Beschlossen. Es gibt eine Unternehmensrichtlinie (Sailer 2017, 36). Read Less