Add Thesis

Interkulturelles Lernen und Diversität in der Internationalen Jugendarbeit

Optionen im Umgang mit Kultur innerhalb der Internationalen Jugendarbeit basierend auf kritischen Weiterentwicklungen des ‚Interkulturellen Lernens‘

Written by D. Koch

Paper category

Master Thesis

Subject

Education

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Kritische Weiterentwicklung des „interkulturellen Lernens“ Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Weiterentwicklung des „interkulturellen Lernens“. Jeder von ihnen äußerte eine kritische Reaktion auf das soeben skizzierte "klassische" Verständnis. Sie repräsentieren einige oder alle der Kritikpunkte, die auch im vorherigen Kapitel aufgeführt wurden. Im Folgenden werde ich diese Weiterentwicklungen näher erläutern. Am Anfang habe ich erklärt, worauf meine Entscheidungen basieren. 3.1 Gründe für die Weiterentwicklung Die Methodik meiner Arbeit entstammt einer systematischen Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen Literatur im Bereich der Erziehungswissenschaft.Darüber hinaus habe ich auch Referenzforschungsrichtungen aus der Bildungsliteratur zu anderen Disziplinen berücksichtigt. Meine Forschung basiert auf zwei Hauptkriterien. Einerseits sollte eine Methode die oben genannte Kritik am „interkulturellen Lernen“ ganz oder zumindest teilweise widerspiegeln. Andererseits neige ich dazu, dass sich die jeweiligen Autoren näher mit der Gestaltung des kulturübergreifenden Lernprozesses der Gruppenaufstellung auseinandersetzen. Daher sollte die Methode spezifizieren, wie „kulturelles“ Lernen im Kontext „kultureller Vielfalt“ zu gestalten ist. Das bedeutet, dass die diskutierten Methoden konkrete Impulse für die Gestaltung von Bildungsarbeit geben sollten, anstatt sich beispielsweise mit allgemeinbildenden Bildungssystemen oder Sozialer Arbeit unter der Prämisse „kultureller Vielfalt“ zu beschäftigen. Ein klarer Bezug zur internationalen Jugendarbeit ist nicht Voraussetzung, da ggf. Weiterentwicklungen des „interkulturellen Lernens“ aus anderen Hintergründen auf diesen Bildungsbereich übertragen werden können. Weitere Kriterien beziehen sich auf die Relevanz der Methode und die Tiefe des Konzepts. Beides spiegelt sich für mich in der Anzahl bzw. dem Umfang der Veröffentlichungen im Zusammenhang mit ihrer Weiterentwicklung wider. Ein weiterer relevanter Ausdruck ist die Erwähnung des Autors in anderen Werken. Bei meiner Wahl habe ich auch die Bewertungen von Kolleginnen und Kollegen aus der Internationalen Jugendarbeit und mit dem Thema vertrauten Dozenten berücksichtigt. Meine Forschung basiert auf einem Überblick über theoretische Konzepte der interkulturellen Pädagogik oder des interkulturellen Lernens wie Auernheimer (vgl. Auernheimer 2016: 46 ff.), Nohl (vgl. Nohl 2014: 125 ff.) oder Heiser (vgl. Heiser 2013: 15 ff.). ) .). Darüber hinaus habe ich umfangreiche Schlagwortrecherchen in Bibliothekskatalogen und Fachdatenbanken durchgeführt. 4 Anwendung: Optionen zum Umgang mit internationaler Jugendarbeitskultur 4.1 Vorgehensweise zur Formulierung von Optionen Aus der in Kapitel 3 vorgeschlagenen Methode zur Weiterentwicklung des „interkulturellen Lernens“ leite ich nun Optionen zum Umgang mit internationaler Jugendarbeitskultur ab. Diese Optionen spiegeln die Grundrichtung der verschiedenen Methoden wider. Der Umgang mit der in jeder Situation entstehenden Kultur (wie im vorherigen Kapitel diskutiert) wird ausführlicher diskutiert und vertieft. Diese Optionen basieren auf diesen Methoden und werden nicht als "Ideen" der jeweiligen Autoren verstanden. Ich habe selbst einige konzeptionelle Verbesserungen vorgenommen. Bei der Formulierung von Optionen habe ich einerseits die in Abbildung 1 dargestellten unterschiedlichen Prioritäten beibehalten. Andererseits habe ich auch Kritik am „interkulturellen Lernen“ geäußert, die selten in einer Methode berücksichtigt werden. Mein Ziel ist es nicht, alle Methoden zu einem Ganzen zusammenzufassen, dies widerspricht dem Ziel, verschiedene Grundrichtungen beizubehalten. Daher habe ich in den von einer Methode abgeleiteten Optionen nur die persönlichen Impulse anderer Methoden kombiniert. Sie ermöglicht eine Option, die Kritik am „interkulturellen Lernen“ stärker zu reflektieren als verwandte Methoden. Boltens Konzept der „offenen“ Kultur lässt sich beispielsweise mit Optionen aus der Auernheimer Methode verbinden. Damit habe ich sein relativ starkes Homogenisierungsverständnis von Kultur angepasst, um der Heterogenität stärker Rechnung zu tragen. Dieser Schritt hilft, die entsprechenden Optionen aufzuzeigen und damit inhaltliche Widersprüche aufzulösen, wie das Nebeneinander kultureller Standards und die These eines „offenen“ Kulturverständnisses. Der kulturelle Ausdruck, den ich im Umgang mit Optionen machte, bedeutete auch, dass ich Boltens Ansatz aus dem Kontext des "internationalen Geschäftsaustauschs" herausnahm. Seine Entwicklungsideen habe ich auf den Kontext der internationalen Jugendarbeit übertragen. Ich habe sie eingebettet in die Grundidee der „disziplinären Jugendarbeit“, die im Bereich Bildung repräsentativ ist. Damit löste ich die ursprüngliche Spannung zwischen dem ökonomischen Hintergrund der Boltenschen Methode und den Bedürfnissen der Jugendarbeit auf. Die Optionen „Vielfalt und Machtverhältnisse lernen“ und „Kultur als Reflexionsobjekt“ sind Ausdruck der entsprechenden Methoden von Winkelmann et al. Und Timmel. Die Option „Lernen von Machtverhältnissen und Kultur“ hat dagegen nicht nur mit Ornheimers Methode zu tun. Wie bereits erwähnt, habe ich Ideen von Bolten übernommen und in diese Option aufgenommen. Die Untersuchung von Kultur konzentriert sich auf eine situative Entwicklung des kulturellen Einflusses. Read Less