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Belastungen von Kindern und Jugendlichen depressiver Eltern

Written by Annelie Volkmann

Paper category

Master Thesis

Subject

Psychology

Year

2018

Abstract

Masterarbeit: Depression-Lady in Black In den folgenden Kapiteln werden die Symptome der Depression beschrieben und die klinischen Manifestationen und deren Auswirkungen näher erläutert. Diese Symptome kranker Eltern betreffen natürlich nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Kinder. Die Merkmale der Krankheit können auch zu Einschränkungen der Elternschaft führen. Aufgrund der Erkrankung der Eltern hat das Kind weitere Risikofaktoren, die in diesem Abschnitt näher erläutert werden. Andererseits werden auch einige Schutzfaktoren berücksichtigt. 1.1 Klinische Manifestationen Zu den schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen zählen neben der Schizophrenie affektive Störungen (Mattejat, 2000, S.66 ff.), die in ICD-10 (= International Classification of Diseases 10) als F30-F39 (Crow) klassifiziert werden. Erna, 2018). Dazu gehören (endogene) Depression, manische Depression und Manie. Diese Krankheitsbilder zeigen am deutlichsten die Probleme psychisch kranker Eltern (Mattejat, 2000, S.66 ff.). Sie zeichnen sich durch pathologische Stimmungsschwankungen aus (Wiegand-Grefe, Halverscheid & Plass, 2011, S.53). Auch Plattner (2017) definierte affektive Erkrankungen wie folgt: „Emotionale Erkrankungen sind Erkrankungen, die mit Stimmungsschwankungen zusammenhängen“ (Seite 34). Die Entstehung und Ursachen affektiver Störungen sind multifaktoriell. Genetische Faktoren und biologische Tendenzen spielen oft eine Rolle. Je nach Art der Depression sind auch psychische Reaktionsfaktoren bei der Entstehung von Krankheiten wichtig (Wiegand-Grefe, Halver-Scheid & Plass, 2011, S.53). Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die beiden Arten von affektiven Störungen grundlegend (Plattner, 2017, S. 34). Meist gehen diese Manifestationen in Richtung Depression oder Manie (Wiegand-Grefe, Halverscheid & Plass, 2011, S.53). Depressive Symptome weisen auf niedere Stimmung hin, und manische Symptome stehen in engem Zusammenhang mit Hochstimmung (Plattner, 2017, S. 34). Bei der bipolaren Störung wechseln sich manische und depressive Phasen ab, bei der unipolaren Störung hingegen eine Depression oder Manie (Plattner, 2017, S. 34). Nach Beardslee, Versage & Gla-dstone (1998, S. 1134 ff.) ist es sinnvoll, zwischen unipolarer Störung und bipolarer Störung bei Eltern zu unterscheiden, da unipolare Depressionen umfassend erforscht und Einfluss belegt sind. Seit den frühen 1990er Jahren untersuchen Menschen die spezifischen Auswirkungen der elterlichen bipolaren Störung auf die psychische Gesundheit von Kindern (Wals et al., 2001, S. 1094). 1.2 Bedeutung des Zusammenlebens mit Kindern Die oben genannten Krankheitssymptome der Eltern betreffen unweigerlich Kinder, sie stellen eine Hochrisikogruppe von Eltern für Depressionen oder Manie dar (Mattejat, 2000, S.67 ff.). die Last tragen Die Last der genetischen Vererbung wird dagegen auch durch soziale Faktoren belastet, die weiter unten erläutert werden. Aber wann werden depressive Eltern ihren Rechten und Pflichten, sie zu erziehen, nicht mehr nachkommen und was sind die Konsequenzen? 1.2.1 Auswirkungen auf die Erziehungsfähigkeit Im akuten, mittelschweren oder schweren Stadium der Erkrankung ist die Erziehungsfähigkeit depressiver Eltern stark beeinträchtigt. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Gesundheit des Kindes gefährdet, wenn die Eltern an Depressionen leiden. Zudem besteht die Gefahr von Bindungsstörungen (Platner, 2017, S. 43). Leidet ein Elternteil an einer Depression, sind der Schutz und die verlässliche Betreuung des Kindes eingeschränkt, denn Depressionen können Unaufmerksamkeit, Aufmerksamkeitsdefizite und Motivationslosigkeit verursachen. Daher können betroffene Eltern auch in Gefahrensituationen nicht mehr angemessen reagieren. Insgesamt ist auch die Belastbarkeit eingeschränkt, da Menschen mit Depressionen schnell müde werden und mehr Ruhe benötigen als gesunde Eltern (siehe 1.1). Wenn Eltern eine unbehandelte mittelschwere oder schwere Depression haben, haben sie Schwierigkeiten beim Aufstehen und das Kind ist auf sich selbst angewiesen. Die emotionale Reaktion und der emotionale Stress von Patienten mit Depressionen sind begrenzt (Plattner, 2017, S.43). Wenn das Kind bedingungslos geliebt wird, ist es für den Patienten schwierig, diese Liebe auf emotionaler Ebene auszudrücken, und es ist auch für den Patienten schwierig, auf die emotionale Sensibilität des Kindes zu reagieren. Aus diesem Grund haben Kinder emotionale Defizite, sie werden beispielsweise auf sich selbst zurückgeworfen, wenn sie ihre Emotionen (wie große Freude, Traurigkeit oder Depression) regulieren (Plattner, 2017, S. 15). 43). Emotionale Vernachlässigung und psychische Misshandlung von Kindern können aus Überforderungen an kranke Eltern resultieren, die zu Reizbarkeit und feindseliger Ablehnung von Kindern führen können. Dies kann schwerwiegende Folgen für die emotionale Entwicklung des Kindes haben (Plattner, 2017, S. 43). Wenn es auch eine manische Phase gibt, wird es weitere gefährliche Momente geben. Die Überaktivität der Eltern kann das Struktur- und Ruhebedürfnis des Kindes nicht erkennen oder befriedigen (Plattner, 2017, S. 43). Wilson (2002) Read Less