Add Thesis

New Work – Flexible Arbeitsmodelle der Arbeitswelt 4.0 als Kriterium der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers / der zukünftigen Arbeitgeberin

Written by Carola Renner

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Human Resources

Year

2019

Abstract

Masterarbeit: Arbeitswelt 4.0 Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Begriff Arbeitswelt 4.0 und seiner Entstehung und Entwicklung im Zeitablauf. Ein weiterer Schwerpunkt ist hier die arbeitsbezogene Digitalisierung und Industrialisierung. 2.1 Begriffserklärungen Die folgenden Kapitel zeigen die allgemeinen Definitionen und Bedeutungen von Arbeit und Arbeitswelt 4.0. Ziel dieses Kapitels ist es, die Terminologie zu erläutern und eine konzeptionelle Grundlage im Kontext dieses Themas zu schaffen Terminologiearbeit Terminologiearbeit umfasst zielorientierte, soziale, strukturierte, bewusste, körperliche und geistige Aktivitäten. Arbeit ist ihrem Ursprung nach ein Prozess, bei dem der Mensch sich kritisch mit der Natur auseinandersetzt, um ihre unmittelbare Existenz zu sichern. Erst später, mit dem Aufkommen der sozialen Differenzierung, der Arbeitsleistung und der Devisen- und Währungsökonomie, wurde die Arbeit indirekt. In der Frühzeit, wie in der Antike und im Mittelalter, galt der Begriff Arbeit als recht negativ und abwertend, denn Arbeit war gleichbedeutend mit Druck, Anstrengung oder Not. Die Oberschicht billigt die Arbeit nicht. Nur durch das Christentum kann das Wort Werk positiv gewandelt werden. Die positive Bewertung der Arbeit hat sich in der frühen Industrialisierung bei der westlichen Bevölkerung etabliert. Aus der Ergonomie heraus wird Arbeit nur als der Begriff der Höhe der Arbeitskosten im Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die Definition des Begriffs orientiert sich an den wirtschaftlichen Folgen der Arbeit, die auf dem Arbeitseinsatz im Zeitverlauf beruht: Arbeit = Arbeit × Arbeitszeit. Aus diesem Grund wird die heutige Arbeit differenzierter betrachtet, nicht nur als menschliches Potenzial zur Sicherung des Lebensunterhalts oder Selbstschutzes, sondern auch als Prozess der sozialen Verbindung verstanden. (Wohltmann, 2018) Definition von Arbeit 4.0 Digitale Gesellschaft und Arbeitsfortschritt und andere Aspekte Der technologische Fortschritt wird den Arbeitsmarkt beeinflussen, Karrierewege verändern und betriebliche Umstrukturierungen und Umdenken fördern. Dies wird heute oft als Job 4.0 bezeichnet. Arbeit 4.0 ist ein Sammelbegriff, der die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit und die Entwicklung zukunftsorientierter Arbeit beschreibt. Dieser Begriff wird auch oft als Marketingbegriff verwendet. Bei der Arbeit 4.0 steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht Fach- und Fachkenntnisse wie noch vor einigen Jahren. (Lindner, 2017) Schaut man sich zukünftige Jobs genauer an, ist die Terminologie Job 4.0 derzeit einer der am häufigsten verwendeten Suchbegriffe und generiert mehr als 14 Millionen Klicks bei Google. 2.2 Die vier Revolutionen Um das Thema Arbeit 4.0 vertiefen zu können, ist ein kurzer Rückblick auf die Industriegeschichte notwendig, denn die ersten drei Revolutionen prägten und veränderten die Arbeits- und Gesellschaftswelt Ende des 18. Jahrhunderts mit der Entwicklung der Dampfmaschine. Angefangen im Vereinigten Königreich und dann allmählich in ganz Europa verbreitet, wurde die Handarbeit durch den Einsatz von Maschinen ersetzt. Ein wichtiger Meilenstein in der Industrie-1.0-Stufe ist die vom Kolben erzeugte mechanische Energie, die zum Antrieb der Lokomotive und der Textilindustrie verwendet wird. Zudem gewinnt der Bergbau durch die Kohleverbrennung immer mehr an Bedeutung. Industrie 2.0 läutete den Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Die arbeitsteilige Massenproduktion wird heute durch elektrische Energie unterstützt. Ein wichtiger Meilenstein ist der Produktionsstart am Automobilmontageband und die Aufteilung in individuell definierte Arbeitsschritte. Während zu Beginn die manuelle Montage im Vordergrund stand, wurden im Laufe der Zeit immer mehr Arbeitsschritte im Prozess automatisiert. Industrie 3.0 begann in den 1970er Jahren, als der Einsatz von Computern die Arbeitswelt revolutionierte. Die Ära der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) hat begonnen. Insbesondere Banken und Versicherungen gehörten zu den ersten, die sie unterstützten. Nach und nach werden computergestützte Roboter in die Produktion eingeführt, die besonders gefährliche Aufgaben übernehmen und Arbeitsschritte mit Präzision ausführen, die der Mensch nicht leisten kann. Heute leben wir in der Industrie 4.0. Der Kernpunkt dieser Revolution ist die kontinuierliche Verbindung von Produkten und Prozessen über das Internet. War das System früher innerhalb der Produktionsstätte vernetzt, lässt es sich heute im gesamten Wertschöpfungsprozess realisieren. Intelligente Maschinen und Fertigungsteile tauschen durch künstliche Intelligenz Informationen aus, organisieren und koordinieren selbstständig Prozesse und Termine. (Deppe, 2018) 2.3 Neuer Job Wer die Arbeitswelt 4.0 sucht, wird automatisch mit dem Begriff neuer Job konfrontiert. Der Philosoph Frithjof Bergmann gilt als Begründer des Begriffs „New Job“ und initiierte in den 1970er Jahren eine „New Job“-Bewegung. Durch die Ölkrise und darauffolgende Entlassungen waren damals viele Menschen in den USA arbeitslos, vor allem in der Autoindustrie. In Seminaren und Diskussionen versuchte er herauszufinden, was Menschen wirklich wollen und welche Ziele sie verfolgen. Read Less