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Unternehmerische Suffizienzstrategien im Spannungsfeld kompetitiver Wachstumsmärkte und Postwachstums-Debatten

Written by M. Haß

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>General

Year

2014

Abstract

Bachelorarbeit: Unternehmerische Selbstversorgung 5.1 Entwicklung einer Selbstversorgungsstrategie Auch wenn das Unternehmen selbst nicht im Fokus der Selbstversorgungsdiskussion steht, gibt es bereits Möglichkeiten, dieses Nachhaltigkeitsinstrument als Business Case zur Verfügung zu stellen, um das gesamte Wirtschaftssystem abzulehnen. Er begründete die Theorie der "Nachbarwirtschaft" und definierte vier Merkmale: 1. Transparenz ist für ihn eine Kombination aus Investitions- und Konsumtätigkeit, die Produktnachfrager zu Kapitalgebern für regionale Produzenten macht. 2. Empathie bedeutet, dass soziale Interaktion durch die enge Verbindung von Kapitalfluss und unternehmerischer Wertschöpfung funktioniert, ohne durch (unerbittliche) Kapitalgewinnmaximierung gestört zu werden. 3. Interessenkonsistenz repräsentiert die Kohärenz der Interessen der Unternehmer und der Interessen der Marktteilnehmer in der Region. Wenn Kapitalgeber aufgrund der regionalen Verflechtung höhere Zinsen verlangen, schaden sie sich selbst. 4. Nutzungskontrolle bedeutet, dass Kapitalgeber auf höhere Renditen verzichten können, wenn sie genau wissen, in welches Projekt ihre Anlagemittel investiert werden. Auf diese Weise ist es möglich, die Unterscheidung zwischen Fonds und ihren üblichen rein wirtschaftlichen Erwägungen durch Fonds zu vermeiden und die Wertschöpfungskette von regionaler Bedeutung zu erhalten. Paech stellt sich eine Post-Growth-Economy vor, in der das Unternehmen nicht mehr auf Neuproduktion, sondern auf Wartung und Reparaturen angewiesen ist. Er sprach von Aufarbeitung, Verlängerung der Lebensdauer oder Umbau und Reparatur auf Basis vorhandener Materialbestände. Unternehmen können Arbeitszeiten reduzieren und umverteilen, indem sie die Wertschöpfungskette verkürzen und regionalisieren, Arbeitszeitmodelle anbieten, Direkt- oder Regionalmarketing betreiben, Produkte als Cradle-to-Cradle-Struktur positionieren oder Menschen vom Konsumenten zum „Prosumer“ unterstützen Andererseits sieht Losk klar die Chancen in der wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft und versucht, das notwendige Gewinnstreben nicht mit dem Streben nach Wachstum gleichzusetzen. (vgl. Loske, 2010, 30) Für ihn haben Unternehmen mit eigenen Wachstumszwängen ein großes Potenzial, die wirtschaftliche Rentabilität der Methode voll auszuschöpfen. Dabei geht es nicht um absolutes Wachstum, sondern um den Qualitätsstandard zu halten. 6. Unternehmerische Selbstversorgungsstrategie in einem umkämpften Markt Dass Unternehmen Selbstversorgungsstrategien anwenden – auch mit unterschiedlichem Erfolg – ​​spiegelt sich nicht nur in zwei Fallstudien, sondern auch in Beispielen der heutigen Unternehmenslandschaft wider. Im Folgenden wird diskutiert, ob und unter welchen Umständen diese Strategien auf breiter Basis ökonomisch und ökologisch umgesetzt werden können. Die Unterschiede zwischen den beiden Beispielunternehmen haben gezeigt, dass die Autarkiestrategie immer im Kontext gesehen werden muss – ebenso wie die Unternehmensstrategie. So zeichnen sich beispielsweise der Getränkemarkt und die Getränkeprodukte durch den Aufbau loyaler und stabiler Kundenbeziehungen aus, während der Handel in der Kinderbekleidungsbranche mit ständig neuen Konsumenten konfrontiert ist und diese immer wieder aufs Neue überzeugen muss. Um den wirtschaftlichen Erfolg der Produktpalette im Rahmen der Branchensanierung zu mindern, ist dies zu beachten. Und wenn jedes Unternehmen von vornherein ein bestimmtes Produkt aus seinem Geltungsbereich ausschließt, dann wird jedes Unternehmen potenzielle Gewinne und Marktmacht aufgeben. Eine der Schwierigkeiten von Kindsstoff besteht darin, die gewonnenen Kunden zu binden, so dass Sebastian Schmöger schließlich feststellen musste, dass es ihm zwar gelungen sei, die Verbraucher von seinen Idealen zu überzeugen, aber auch produktseitig ohne allzu große Einschränkung gescheitert sei. benutzen. Neben dem Wettbewerb innerhalb der Branche sind auch die Verbraucher zu berücksichtigen und zu fragen, ob es sich bei dem Produkt um ein Produkt mit geringer oder hoher Beteiligung handelt und welche Bedeutung der Kunde für das Produkt hat. Je höher die Partizipation (wobei der Fall Kindsstoff zeigt, dass dies nicht immer einfach ist), sind die ökonomischen und ökologischen Autarkiestrategien im Sinne der Dekommerzialisierung leichter anwendbar. Ein T-Shirt, das in einem Fußballspiel eine Halbwertszeit haben soll, wird nicht aufgrund seiner moralischen Korrektheit oder des schonenden Umgangs mit Ressourcen gekauft, sondern um den größtmöglichen Nutzen zu generieren. Das Ziel, den Wettbewerb bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Moral zu überleben, fördert die Umsetzung der Strategie der Selbstversorgung. Eliminierungsstrategien können Kosten sparen und klare Botschaften für Unternehmer und Kunden schaffen – dies ist der erste Angemessenheitsschritt, der das Unternehmen nicht aus dem normalen Geschäft herausholt. Read Less