Add Thesis

Anwendungsschicht-Protokolle für das Internet der Dinge

Written by J. Kässinger

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Communication & Media

Year

2017

Abstract

Masterarbeit: Internet of Things: Infrastruktur und Systeme 3.1 Begriffsdefinitionen 3.1.1 Digitalisierung Es gibt mehrere Definitionen des Begriffs Digitalisierung. Dies kann zum einen die digitale Umsetzung und Darstellung von Informationen, Bildern, Texten, Videos etc. bedeuten, zum anderen die digitale Veränderung/Erweiterung von Geräten und Fahrzeugen. Es kann auch die (dritte) industrielle Revolution beschreiben, bei der die IT in die Produktionsautomatisierung einbezogen wird. Die Digitalisierung hat eine Vielzahl neuer Terminologiedefinitionen und brandneue Terminologien mit sich gebracht. Daher können Waren nicht mehr nur physische Objekte sein, sondern auch digitale Waren. Hervorzuheben sind auch neu entstandene Branchen, die sich mit der Erhebung, Analyse und möglichen Verarbeitung von sogenannten User Generated Content beschäftigen. Aber im Kontext der Digitalisierung sind nicht nur die Inhalte wichtig, die Nutzer aktiv und bewusst erstellen, sondern auch Dinge wie Sportdaten oder das Kaufverhalten, all dies lässt sich unter dem Begriff Big Data zusammenfassen. Diese gesammelten Daten und neue Ein- und Ausgabegeräte haben das tägliche Leben verändert, von der Arbeit (Industrie 4.0) über die Freizeit (zukünftige Mobilität, Smart Cities) bis hin zum Zuhause (Smart Home). „Internet der Dinge“ ist ein allgemeiner Begriff für Geräte, die sich über das Internet verbinden und miteinander kommunizieren. 3.1.2 Internet der Dinge (IoT) Das Internet der Dinge hat sich aus der stetigen Zunahme der mit dem Internet verbundenen Geräte entwickelt. Die üblichen Vertreter davon sind Mobiltelefone und Smartphones. Insbesondere die Einführung des iPhones hat die Popularisierung von Internetgeräten stark gefördert. Gleichzeitig werden aber nicht nur Smartphones miteinander verbunden, sondern immer mehr Geräte im täglichen Leben genutzt. Laut Experten des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) wird die Zahl der vernetzten Objekte bis 2020 etwa 100 Milliarden erreichen. Dazu gehören in erster Linie Industriemaschinen, aber auch alles, was man sich vorstellen kann: von Kühlschränken über allgemeine Haushaltstechnik, Fahrzeuge, verschiedene Sensoren bis hin zu Warenverpackungen. [4] Die derzeit mit dem Internet verbundenen Geräte sammeln eine große Menge ungenutzter oder nur begrenzter Daten. Als Beispiel für verwendete Inhalte und Inhalte, die viele Menschen ohne Kenntnis des Kontexts verwenden, kann beispielsweise Google Maps genannt werden. Dabei werden Standort- und Mobildaten von Android-Nutzern, die Google Maps aktiviert und der Ortung zugestimmt haben, übermittelt und ausgewertet. 3.1.3 Der Begriff Cyber-Physical System beschreibt die Verbindung zwischen eingebetteten Systemen in physikalischen Geräten und globalen digitalen Netzwerken (Cyberspace), die als Sensoren und Aktoren fungieren. Dies ermöglicht verschiedene Anwendungen durch die Nutzung der heute verfügbaren digitalen Netzwerkinfrastruktur. Doch erst wenn entsprechende neue Systeme entwickelt werden, können die so generierten Potenziale sinnvoll genutzt werden. Vor allem die vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten dieser Systeme schaffen neue Anwendungsmöglichkeiten. Dabei ist die Interaktion des Systems mit seiner Umgebung durch Sensoren, Aktoren oder Benutzerschnittstellen sowie die Interaktion des Systems im entsprechenden Netzwerk und die Interaktion untereinander zu berücksichtigen. In diesem Fall besteht die Herausforderung darin, die verschiedenen Subnetze optimal zu verbinden. Um die Möglichkeiten von Cyber-Physischen Systemen umfassend nutzen zu können, bedarf es daher umfassender Lösungen. 3.1.4 Ubiquitous Computing Der Begriff Ubicomp oder Ubiquitous Computer beschreibt die computergestützte Informationsverarbeitung, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat, da Mikrocontroller kleiner und billiger werden. Aufgrund ihres sehr geringen Energiebedarfs können diese Mikrocomputer in viele Alltagsgegenstände eingebaut werden, um diese mit Hilfe vorgegebener Verhaltensweisen aufzuwerten. Auch Gegenstände, die auf den ersten Blick nicht einmal als elektronische Geräte erkennbar sind, sind damit ausgestattet. Dadurch entsteht nicht nur eine Kommunikation zwischen Menschen und anderen Geräten, sondern es entsteht auch eine Kommunikation zwischen Geräten, die manchmal nicht wahrgenommen werden. Diese Idee und Entwicklung ist nichts Neues: Mark Weiser verwendete den Begriff bereits 1988 und prägte ihn schließlich in seinem Paper "Computers in the 21st Century". [8] „Im 21. Jahrhundert wird die technologische Revolution täglich, winzig und nicht greifbar.“ „Im 21. Jahrhundert wird die technologische Revolution alltäglich, winzig und nicht greifbar.“ – Mark Weather [8] Dieses tägliche Leben ist allgegenwärtig Die Integration elektronischer Geräte ist nicht nur von elektronischen Geräten geprägt. Es kann auch nur den Leser/Empfänger v Read Less