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Helden des Alltags - Lösungsjournalismus in Form eines multimedialen Onlineblogs

Written by Caroline Link

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Journalism

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Laut einer Studie von Media Tenor des International Media Analysis Institute sind 60% der Nachrichten überwiegend negativ. Nach Auswertung von 26.429 Nachrichten aus Tagesschau und Tagesthemen (ARD) sowie heute und heute-journal (ZDF) liegt der Fokus der Reportage auf internationalen Konflikten, politischen Unruhen/Protesten, religiös motiviertem Terrorismus, Streiks, Bürgerkriegen, Prozessen Konflikt mit der Naher Osten. Nur positive Nachrichten dominieren die Sportberichterstattung (vgl. Abbildung 1; Haagerup 2015, S. 31). Laut Ulrik Haagerup, Chefredakteur des dänischen Rundfunks, ist der Hauptgrund für negative Berichterstattung nicht nur negative Berichterstattung. Das liegt im Gegenteil daran, dass der Reporter zu viele Fakten übersehen hat, die die Geschichte positiv verändert haben. Nach dem Motto „Wenn es blutet, wird es führen“ gelten nur solche Themen als echte Nachrichten mit negativer Konnotation und damit als erfolgreicher (vgl. Haagerup 2015; S.28ff.). Als Gegenbewegung hat sich eine neue Form des Journalismus etabliert. Ihr Ziel ist es, mit positiven Meldungen negativen Meldungen entgegenzuwirken. Diese Formen umfassen konstruktive Nachrichten, positive Nachrichten und Lösungsnachrichten. Die Grenzen zwischen diesen Formen sind schwer zu definieren. Einige Besonderheiten lassen sich jedoch feststellen. 4.1 Definition und Wirkung Ulrik Haagerup fördert in seinem Buch „Konstruktive Nachrichten – Warum schlechte Nachrichten Nachrichten stören und wie Reporter Menschen auf neue Weise erreichen“ das Modell des konstruktiven Journalismus. Dies soll eine inspirierende Geschichte erzählen (siehe Haagerup 2015; Seite 13). Er sprach von „Menschen, die Neues wagen, weil sie noch von einem besseren Morgen träumen“ (ebd.; S. 42). Reporter werden weder als Beobachter fungieren noch positive Meldungen melden, die zu harmlos sind. Also muss er einen gesunden Mittelweg finden. Entwicklung von konstruktiven Nachrichtenberichten. Dabei geht es nicht nur um die Gegenwart, sondern vor allem um das Morgen und die Frage "Was können wir ändern?" Konstruktive Nachrichten können aufgrund ihrer Zukunftsorientierung auch als nachhaltige Nachrichten bezeichnet werden (vgl. ebd., Seite 14). Haagerup fügte die klassische W-Frage hinzu und stellte die Frage "Was soll ich jetzt tun?" Konstruktiver Journalismus zielt darauf ab, Lösungen zu bieten und immer das große Ganze im Blick zu haben, anstatt einzelne Aspekte herunterzuspielen. Daher kritisierte er den Mainstream-Journalismus (vgl. ebd.; S. 195). Andererseits ist die Richtung positiver Nachrichten etwas anders. Er will auch Lösungen liefern, aber im Vergleich zu konstruktiven Nachrichten löst es eigentlich nur die negativen Auswirkungen dieser Situation. 5. Helden-des-Alltags.org ist inspiriert von Good Impact und anderen lösungsorientierten Medien Die im Folgenden beschriebene eigentliche Arbeit soll auch über Projekte und Personen berichten, an denen Sie sich beteiligen möchten. 5.1 Ideen und Aufgaben Die Grundidee von „Daily Heroes“ besteht darin, eine Website zu erstellen, auf der ich verschiedene gesellschaftliche Probleme löse und Menschen vorstelle, die sich für die Lösung dieser Probleme engagieren. Ziel sollte es also nicht sein, das Problem in den Vordergrund zu stellen, sondern positive Geschichten zu erzählen, die den Lesern Hoffnung geben. Gleichzeitig möchte ich Projekte und Ideen vorschlagen, durch die jeder diese Probleme lösen und zu ihren Lösungen beitragen kann. Durch die Darstellung von Menschen, die zur Gesellschaft beigetragen haben, habe ich Gelegenheiten geschaffen, diese Menschen als Leser zu sehen. Dadurch steigt die Bereitschaft, etwas zu tun. Am Anfang sah ich die Herausforderung dieses Ansatzes darin, die Grenze zwischen Journalismus und Aktivismus zu wahren. Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass ich kein leidenschaftlicher Anwalt geworden bin. Ich habe mich in dem Artikel nie zum Thema werden lassen. Bei allem, was ich schreibe, überlege ich, ob ich wirklich dabei bleibe. Subjektive Wahrnehmung kann als solche eindeutig identifiziert werden. In jedem Artikel habe ich gezeigt, wie Sie an den Möglichkeiten des beschriebenen Projekts partizipieren können, aber ich habe es nicht beworben. 5.2 Zielgruppe und Konzept Ich möchte meine Zielgruppe nicht mit demografischen Werten verbinden. Ein reicher Mann in den Zwanzigern hat viele Ressourcen, um sich an einem Projekt zu beteiligen, vielleicht möchten sie mitmachen, genau wie ein armer Rentner, der weniger Ressourcen hat, aber dennoch etwas Gutes tun möchte. Stattdessen definiere ich meine Zielgruppe anhand ihrer Lebens- und Wertevorstellungen, denn das Thema des Blogs ist von der Gesellschaft geprägt. Sie sind sozial aktive Menschen oder wollen sich an sozialen Projekten beteiligen, wissen aber nicht, wie sie diesen Wunsch verwirklichen sollen. Sie leben bewusst und kümmern sich um ihre Landsleute und ihre Umwelt. Sie sind bereit, Zeit, Ressourcen und/oder Arbeit zu investieren, um das öffentliche Interesse zu verbessern. Sie sind bestens vernetzt, versiert im Internet und verstehen stets gesellschaftliche Themen, Politik und Wirtschaft. Sie gehen auch gerne mit Fremden um. Diese Leute möchte ich hauptsächlich über Facebook erreichen. Ich habe alle eingeladen, die ein Netzwerk mit mir auf Facebook haben, der "Daily Hero"-Seite zu folgen. Ich habe auch Blogs in der Blogging-Community-Gruppe und auf den Websites anderer Lösungsjournalisten. Read Less