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Strategisches Personalmanagement im demographischen Wandel

Am Beispiel von Unternehmen in der Region Eisenstraße

Written by E. Baierl

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Human Resources

Year

2014

Abstract

Bachelorarbeit: Bevölkerungsentwicklung Bevölkerungsänderungen beschreiben allgemein Veränderungen der Bevölkerungsgröße und -struktur, die durch Geburtenrate, Lebenserwartung und Migration und deren Veränderungen beeinflusst werden (Preißing, 2010, S. 4). Aufgrund des Geburtenrückgangs und der steigenden Lebenserwartung verändert sich die Altersstruktur (Handelskammer, 2011a). Laut Statistik des Statistischen Bundesamtes (2011) ist die Bevölkerung Österreichs seit 2001 um durchschnittlich 0,46% pro Jahr gestiegen (Mikulasek, 2012, S. 19). Obwohl die Geburtenrate nur einen kleinen Teil ausmacht, ist die internationale Migration der Hauptgrund für diesen Anstieg. Experten wiesen deutlich darauf hin, dass der demografische Wandel alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft betrifft, insbesondere den Arbeitsmarkt (Handelskammer, 2011a). 2.2 Strategisches Personalmanagement Nach Ansoff (1999) ist Strategie definiert als „Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs“ (Bea & Haas, 2009, S. 51). Bea & Haas (2009, S. 20) beschrieb strategisches Management als langfristig und zielorientiert global, umwelt- und entwicklungsorientiert. Es verknüpft Planung, Steuerung, Information, Organisation, Unternehmenskultur und strategische Leistungspotenziale und richtet diese Faktoren aufeinander aus (Bea & Haas, 2009, S. 20). Neben dem strategischen Personalmanagement wurde auch eine Vielzahl von Begriffen entwickelt, die sich oft inhaltlich überschneiden. Beispiele für diese Begriffe sind "strategische Personalplanung" und "strategisches Personalmanagement", räumte Gloede (1991, S. 64) ein. Die Personalplanung gliedert sich nach Büdenbender & Strutz (2011, S. 219ff) in drei Planungsebenen: strategische, taktische und operative Personalplanung. Strategische Planung ist langfristig orientiert, der Fokus liegt auf Basisentscheidungen. Es umfasst unternehmenspolitische, makroökonomische und soziale Faktoren und ist die Grundlage für eine taktische Personalplanung. Darüber hinaus sieht Büdenbender & Strutz (2011, S. 136) Personalmanagement eindeutig als Synonym für Personalmanagement und wird auch in aktuellen Arbeiten als Synonym verwendet. Der Autor wies deutlich darauf hin, dass das Personalmanagement der strategischen und langfristigen Steuerung der Personalstruktur und Personalzusammensetzung des Unternehmens dient. In der aktuellen Arbeit definiert Bea & Haas (2009, S. 51) das strategische Personalmanagement wie folgt, was entscheidend ist. Strategisches Personalmanagement fokussiert auf unternehmenspolitische und gesamtwirtschaftliche Aspekte. Einerseits sind langfristige und zielorientierte Faktoren entscheidend. 2.3 Der Bereich Eisenstraße Die Eisenstraße in Österreich erstreckt sich über Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark (Falser, 2009, S. 13). Zu den touristischen Gebieten der Eisenstraße zählen Traun und Mostviertel sowie die östliche Obersteiermark. Ergänzend zu diesen Abgrenzungen wurde das LEADER-Areal Kulturpark Ei-senstraße-Ötscherland entwickelt, das in der niederösterreichischen Region Eisenwurzen liegt und aus 25 Mitgliedsgemeinden besteht (Kulturpark Eisenstraße, 2013). In der aktuellen Arbeit ist die Abgrenzung des „Areals Eisenstraße“ nach dem LEADER-Areal Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland (nachfolgend „Areal Eisenstraße“ genannt) von entscheidender Bedeutung. Abbildung 1 unten zeigt das Gebiet Eisenstraße im südwestlichen Niederösterreich auf einer Karte. Die 25 Gemeinden liegen in den Kreisen Scheibbs, Amstet-10 und Melk sowie der Rechtsgemeinde Waidhofen an der Ybbs. 3 Demografische Faktoren Europa war schon immer mit demografischen Veränderungen konfrontiert. Insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitswelt stellt der demografische Wandel eine Herausforderung für die europäische Gesellschaft dar (Götz, Naylon und Natter, 2006, S. 7). Wallace (1999, S. 27) hat darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen des demografischen Wandels einen großen Einfluss haben und eine große wirtschaftliche und soziale Revolution ankündigen. Er wies darauf hin, dass der demografische Wandel auf den ersten Blick langsame Veränderungen mit sich bringt, aber wenn man unter die Oberfläche schaut, sieht man gravierende Veränderungen. „Man muss diesen Zahlen ein tiefes Verständnis für den Grad des Wandels geben, dem sich unsere Gesellschaft stellen muss“, räumte Reichert ein (2007, S. 7). Der demografische Wandel ist im Wesentlichen durch das Zusammenspiel von globalen Alterungstrends (Kapitel 3.1), anhaltend niedrigen Geburtenraten und steigenden Kinderlosenraten (Kapitel 3.2) und dem Zuwanderungssaldo (Kapitel 3.3) gekennzeichnet, die sich letztlich auf die Erwerbsbevölkerung auswirken Der Markt also , das Personalmanagement des Unternehmens (Kapitel 4). 3.1 Soziales Altern Die europäische Bevölkerung altert. Laut AMS (2006) wird der Anteil der Erwerbstätigen in den 25 EU-Ländern (15 bis 64 Jahre) bis 2050 auf 56,7 % sinken. Grund für diesen Alterungsprozess ist die Kombination aus Geburtenrückgang und steigender Lebenserwartung (Götz, Naylon & Natter, 2006, S. 7f). In absoluten und relativen Werten ist der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung im Vergleich zu jungen Menschen stark gestiegen (Reichert, 2007, S. 7). Read Less