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Organisationsformen des Lebensmittel-E-Commerce in Deutschland

Eine Analyse und Bewertung

Written by Ina Clausen

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sport and Nutrition

Year

2016

Abstract

Bachelorarbeit: Was ist E-Commerce im Lebensmittelbereich 2.1 Die Definition von E-Commerce In der Literatur gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs E-Commerce. E-Commerce wird oft verwechselt oder synonym mit dem Begriff „E-Commerce“ verwendet (Merz 2002, S. 19). Picot, Reichwald und Wigand beschreiben E-Commerce als „jede Art von Wirtschaftstätigkeit, die auf elektronischen Verbindungen basiert“ (2003, S. 337). Diese Definition umfasst den Anwendungsbereich der „elektronischen hierarchischen Struktur von elektronischen Netzwerken zu elektronischen Märkten“ (Picot et al., 2003, S. 337). Die Verarbeitung des Verfahrens ist nicht auf Internetmedien beschränkt, sondern es können auch andere Informations- und Kommunikationstechnologien wie Telefon oder Fax (Fritz 2001, S. 5) genutzt werden. Der Begriff E-Commerce wird hier weiter gefasst als andere Autoren, die diese Definition als E-Commerce bezeichnen. „Elektronisches Geschäft ist der gesamte Koordinationsprozess, der eine ressourcenschonende Koordination und die Integration von Geschäfts-, Kommunikations- und Transaktionsprozessen auf Markt- und Unternehmensebene realisieren kann, mit dem Ziel, die Effizienz des Wettbewerbs durch den Einsatz elektronischer Technologien zu verbessern. " (Weiber 2002, S. 10) Damit geht E-Commerce weit über die Digitalisierung des Handels hinaus und umfasst alle internen und externen Unternehmensprozesse (Klaus et al. 2012, S. 133). Im Fokus des E-Commerce steht jedoch der Kaufprozess zwischen zwei Marktpartnern im elektronischen Markt, der „die Summe der Möglichkeiten ist, durch elektronische Technologie Umsätze zu generieren und das Internet als neue Vertriebsplattform zu nutzen“ (Weiber 2002, S. 10) . Einige weitere Definitionen des elektronischen Geschäftsverkehrs sind nachfolgend aufgeführt: „Der elektronische Geschäftsverkehr umfasst den Austausch von Dienstleistungsvorgängen, die Geschäftsanbahnung, die Verhandlung und die Beendigung von Transaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten über elektronische Netze.“ (Wirtz 2001, S. 39) „Elektronischer Geschäftsverkehr ( Im deutschen E-Commerce) bezeichnet alle Aktivitäten von zwei oder mehr Partnern, die kommerzielle Aktivitäten über elektronische Telekommunikationsmedien vorbereiten oder durchführen.“ (Kotler et al. 2003, S. 96) „Unterstützung von Handelsaktivitäten durch Kommunikationsnetzwerke.“ (Merz 2002, S. 20) „E-Commerce ist die digitale Anbahnung, Verhandlung und/oder Abwicklung von Transaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten.“ (Clement et al 2001, S. 50) Nach den meisten Definitionen beschreibt der Begriff E-Commerce den E-Commerce Im Fokus steht die Digitalisierung der wirtschaftlichen Unternehmenstätigkeit, vor allem des elektronischen Handels mit Waren und Dienstleistungen (Klaus et al., 2012, S. 139; Weber 2002, S. 10). 2.2 Die Entwicklung des deutschen Lebensmittelmarktes Der Einzelhandel in Deutschland hat sich von kleinen Läden mit Fremdleistungen in den 1950er Jahren über größere SB-Märkte in den 1960er Jahren bis hin zu großen Supermärkten und SB-Warenhäusern in den 1980er Jahren entwickelt (Kulke 2013 .). , S. 177). Gemäß der Lebenszyklusannahme des Unternehmenstyps durchläuft laut Literatur jedes Unternehmen vier Phasen, und der Marktanteil der fünf Phasen hat eine typische Größenordnung. Der Zyklus beginnt mit der Entwicklungs- und Testphase, in der neue Konzepte entwickelt und am Markt getestet werden. Weniger erfolgreiche Konzepte verlassen den Markt wieder. Das Erfolgskonzept geht in die Expansionsphase. Dabei nehmen die Anzahl der Standorte und der Umsatz weiter zu und alte, ähnliche Konzepte werden vom Markt verdrängt. Die nachfolgende Reifephase zeichnet sich durch den größten Marktanteil aus, während die Zahl der Standorte kaum gestiegen ist. In der Literatur wird diese teilweise in zwei weitere Stufen (Reife I und Reife II) unterteilt (Bormann et al. 2014, S. 311). In der Endphase der Rendite gingen Marktanteile zurück und Geschäftsarten wurden durch neue Konzepte ersetzt, die am Markt eingeführt wurden (Kulke 2013, S. 174-177). Seit Mitte der 1990er Jahre dominieren Discounter den deutschen Lebensmittelmarkt. Diese befinden sich nach Lebenszyklusannahmen derzeit in der Reifephase, während traditionelle Supermärkte zu schrumpfen beginnen. Der E-Commerce in der Lebensmittelindustrie begann in Deutschland in den 1990er Jahren (Dannenberg et al., 2014; Fischer 1998), befindet sich jedoch derzeit noch im Versuchsstadium. Der Hauptgrund für die lange Entwicklungszeit ist, dass das Unternehmen viele Male an bekannten Lieferproblemen an die Kunden scheiterte. Auf dem Markt gibt es verschiedene Konzepte, von denen sich bisher keines endgültig durchgesetzt hat. Bisher waren die Umsätze gering (Manz 2013, S. 34). Um in diesem Markt einen großen Durchbruch zu erzielen, müssen zunächst grundlegende Logistikprobleme gelöst werden, siehe Anhang zur grafischen Einordnung wichtiger Geschäftsarten im Lebenszyklus. Abbildung 1 zeigt die Notlage des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes lag in den letzten zehn Jahren im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Umsatzentwicklung ist zum einen auf die weiterhin aktive Entwicklung der Discounter zurückzuführen. Auf der anderen Seite stellen laut einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts die Preissteigerungen den Hauptteil des Umsatzwachstums dar. Besonders hoch war der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und Getränken zwischen 2005 und 2011 mit 14,3 %. Daher ist die tatsächliche jährliche Umsatzwachstumsrate gering. Read Less