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Gründerinnen Persönlichkeit

Eine Betrachtung hinsichtlich der Persönlichkeitseigenschaften von Start-up Gründerinnen

Written by S. Bachmair

Paper category

Term Paper

Subject

Business Administration>Entrepreneurship

Year

2020

Abstract

Hausarbeit: Persönlichkeit In der Psychologie gibt es derzeit keine eindeutige Definition des Begriffs Persönlichkeit. Viele Menschen stimmen jedoch darin überein, dass die Persönlichkeit eine einzigartige und relativ stabile Struktur ist.Wenn sich Zeit und Kontext ändern, wird das Verhalten einer Person beschrieben, erklärt und vorhergesagt (Raab, Unger & Unger, 2010). Pervin definiert den Begriff wie folgt: „Persönlichkeit repräsentiert die Eigenschaften einer Person oder einer durchschnittlichen Person, und diese Eigenschaften stellen ein konstantes Verhaltensmuster dar“ (Pervin, 1987, zitiert nach Raab et al., 2010). 2.1.2 Attribute und Zustände Attribute und Zustände werden in der Psychologie auch sogenannte Merkmale und Zustände genannt. Merkmale beschreiben Verhaltensweisen, die über die Zeit stabil und situationsunabhängig sind (Rauthmann, 2016). Das Konzept der Merkmale wurde in der Anfangsphase der Persönlichkeitsforschung entwickelt und ist der Grundstein des erweiterten Merkmalsmodells. Diese Modelle basieren darauf, dass unterschiedliche Verhaltensweisen von Menschen auf allgemeine Unterschiede in den Eigenschaften zurückzuführen sind. Beispiele für Merkmale sind Extraversion oder Gewissenhaftigkeit (Petermann & Eid, 2006). Der Staat charakterisiert Merkmale, die im Laufe der Zeit instabil sind und von Umständen und Emotionen abhängen. Viele Persönlichkeitstests berücksichtigen diese Eigenschaften, wenn sie Fragen stellen. Ein Beispiel hierfür ist die Angst 2.2 Theoretische Methode-Eysencks PEN-Modell Diese Arbeit basiert auf den theoretischen Grundlagen der Eigenschaftstheorie. Eine genauere Bezugnahme auf das PEN-Modell von Eysenck, das ein wichtiger Unterstützer der Theorie ist. Die Attributtheorie beruht darauf, dass individuelle Verhaltens- und Erfahrungsunterschiede durch Merkmale nachgewiesen oder beschrieben werden können. Selbstberichte und Fragebögen sollten strukturiert, offen und subjektiv sein, um diese Merkmale zu bestimmen (Peterman und Eid al-Fitr, 2006). Selbstmeldeverfahren und Fragebögen dienen dazu, Vermögenswerte zu erfassen, die nicht direkt sichtbar sind, indem beispielsweise einige spezifische Fragen zu bestimmten Vermögenswerten gestellt werden. Die Zeitstabilität spielt in der Eigenschaftstheorie eine sehr wichtige Rolle. Bei der Prozessabbildung diagnostischer Probleme, psychometrischer Methoden oder beidem stößt die Annahme der Stabilität von Attributen jedoch an ihre Grenzen (Petermann & Eid, 2006). Die interaktive Debatte befasst sich genau mit diesem Thema und diskutiert die Auswirkungen situativer Ereignisse auf das Verhalten. Daher wurde die Methode der Eigenschaftstheorie unter dem Aspekt der Informationssammlung weiterentwickelt. 2.3.2 Eine Studie der Hannoverimpuls GmbH, einer nationalen Unternehmerinnenorganisation für Frauen, die sich an Gründerinnen und Passanten richtet, die zum Thema weibliches Unternehmertum befragt werden Die Befragten sind sich nicht einig, ob sie zum Unternehmertum geboren werden müssen (Nationale Agentur für weibliches Unternehmertum [ bga], 2007). Weitere Untersuchungen zeigen, dass Unabhängigkeit, Eigenständigkeit, Zufriedenheit, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung die wichtigsten Merkmale von Unternehmerinnen sind. Allerdings spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wenn Frauen ihr eigenes Unternehmen gründen. Die Unterstützung durch Eltern oder (Ehe-)Partner* in Bezug auf Informationen, Erfahrungen, finanzielle oder psychologische Unterstützung wirkt sich positiv auf Gründungen aus. Ob ein Lebenspartner beruflich und finanziell abgesichert ist, korreliert auch positiv mit der Bereitschaft, ein Unternehmen zu gründen, denn die Sicherheit von Frauen steht dabei an erster Stelle. Das Merkwürdige ist, dass berufliche Veränderungen auch zu mehr Begründungsbereitschaft führen können, die Existenz von Kindern spielt dabei keine entscheidende Rolle. Dennoch kam bga (2007) zu dem Schluss, dass es in der Literatur viele Inkonsistenzen bezüglich der Motivation von Frauen zur Begründung von Gründen gibt und es nicht klar ist, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Finanz- und Sozialkapital sind, obwohl bisher nicht erläutert, wichtige Faktoren, die die unternehmerische Bereitschaft beeinflussen. Unter Humankapital versteht man „die Fähigkeit, die Fähigkeiten und das Wissen, die ein Individuum oder ein Unternehmen durch Wachstum, Bildung, Qualifizierungsmaßnahmen und Erfahrungen generiert“ (bga, 2007, S. 5). Sozialkapital umfasst alle aktuellen und potentiellen Ressourcen für zwischenmenschliche Beziehungen und bietet Unterstützung, Hilfe, Kontakt oder Wissen. Gründer werden in drei Typen eingeteilt: Vorwärtsgründer, Wiedereinsteiger und Notfallgründer (Bundesagentur für Gründer [bga], 2007). Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Eigenschaften von Gründerinnen unterschiedliche Tendenzen aufweisen. Einige Studien behaupten, dass Frauen tendenziell besonders risikoscheu sind und daher nicht den Drang zur Selbstständigkeit haben. Eine andere Studie zeigte, dass es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Risikobereitschaft, Leistungsorientierung, Selbstvertrauen oder Versagensangst gibt. Read Less