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Kompetenzorientierung in der Lehrerfortbildung

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Pedagogy

Year

2019

Abstract

Hausarbeit: Kompetenzorientierung in der Lehrerausbildung: In den 1960er Jahren galt die Lehrerpersönlichkeit als entscheidender Faktor für die Unterrichtsqualität. In den 1970er Jahren wandte sich die Prozessforschung bestimmten Verhaltensmerkmalen zu. In den 1980er und frühen 1990er Jahren dominierte das Prozess-Produkt-Paradigma (KRALER und SCHRATZ, 2007). „Aus Unzufriedenheit mit den Ergebnissen wurde in den 1990er Jahren schließlich der Fokus auf das Können gelegt.“ (NEUENSCHWANDER, 2004, S. 24.) Dieser Ansatz steht in engem Zusammenhang mit der fachlichen Debatte nach dem Expertenparadigma: Lehrer werden als kompetent angesehen. Fähigkeitsexperte. Daher werden verschiedene Kompetenzkonzepte als Forschungsstrukturen oder Ausbildungskategorien für die Lehrerbildung formuliert (vgl. KRALER und SCHRATZ, 2007). In den letzten Jahren haben Leistungserhebungen großer internationaler Schulen auf der Grundlage von Fähigkeiten und Standards auch die Fähigkeiten von professionellen Lehrern in diesen Kategorien stimuliert. Die Einführung des Kompetenzbegriffs wird aus Sicht der Curriculumpraxis und der Forschungsorientierung positiv bewertet (KRALER und SCHRATZ, 2007). Die Auswahl der lehrerbildungsbezogenen Fähigkeiten liegt noch nicht im Detail. Dies gilt auch für die (internationale) Standardisierung und Vergleichbarkeit der Forschung (KRALER und SCHRATZ, 2007). Da die Inhalte der Lehrerausbildung naturgemäß eng mit ihren jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft sind, erscheint eine abschließende Kompetenzfeststellung nicht sachgerecht. Im Gegenteil, es sollte unabhängig von Zeit und Ort grundlegende Kompetenzdimensionen oder -kategorien geben, die sich auch in den heute verwendeten Modellen wiederfinden (wie Wissen, Verstehen...). Dennoch hat sich die Wirkungsforschung der Lehrerbildung auf Basis von Kompetenz- und Kompetenzstandards insbesondere in den letzten Jahren als erfolgreiche Forschungsstrategie erwiesen (KRALER und SCHRATZ, 2007). 2004) Dimensionen, die den räumlichen und zeitlichen Grenzen spezifischer beruflicher Fähigkeiten äquivalent sind, sollten immer mit einem gewissen Grad an lokaler Kontextualisierung verbunden sein (vgl. KRALER und SCHRATZ, 2007). Letzteres ist insbesondere im Hinblick auf die theoretischen und praktischen Zusammenhänge des Lehrplans und der konkreten Schulpraktika von entscheidender Bedeutung. 5.1 Studienkonzept und Standort der Lehramtsausbildung Innsbruck Wie alle österreichischen Universitäten basiert die Lehramtsausbildung der Universität Innsbruck auf einem professionellen Ansatz. Aus struktureller Sicht handelt es sich um ein insgesamt geregeltes und parallel geschaltetes Dreiphasenmodell. Die Idee hinter dem neuen Lehrplan im Jahr 2001 ist nicht nur, das Bildungssystem grundlegend zu aktualisieren. Im Gegenteil, das Ziel ist eine System- und Strukturreform, die zwar eine inhaltliche Fokussierung unter Beibehaltung des Bewährten, aber langfristig alle Ausbildungsbereiche betrifft (KRALER und SCHRATZ, 2007). Im Fokus der Ausbildung steht nicht das Lehren, sondern das „Lernen“, kurz: das Modell wechselt von der Input- bzw. Im Strukturkonzept „ausgehend vom Ziel“ ist die Betrachtung von Qualität und Effizienz der Leitgedanke. Die inhaltliche Ausrichtung auf „Lernen“ erfordert neue thematische und methodische Schwerpunktsetzungen. Bildungspolitisch wurde die Lehrplanreform Innsbrucks nicht durch einen top-down Strukturprozess ausgelöst. Vielmehr handelt es sich um einen nachhaltigen Reformprozess von unten nach oben mit Fokus auf Curriculumsinhalte (KRALER und SCHRATZ, 2007). 5.2 Grundprinzipien Die Grundprinzipien bezüglich Struktur und Inhalt des Innsbrucker Lehrerbildungskonzepts sind aufgrund der Interaktion und multiplen Vernetzung schwer voneinander zu unterscheiden (vgl. KRALER und SCHRATZ, 2007). Das Konzept der kompetenzorientierten Ausbildung kann je nach Wahl des Basiskompetenzmodells auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden. Im vorgeschlagenen Konzept sind folgende Aspekte modellinvariant und haben die Bedeutung der Zentrierung und Curriculumsberatung: Integration von Curriculumaspekten (die "rote Linie" bezogen auf das Curriculum) Biografiemethode 5.3 Die Kompetenz im Innsbrucker Modell ist in Erstellung des Curriculums Als Referenz dienten damals verschiedene Fähigkeitsmodelle und Methoden. Letztlich entschied man sich insbesondere im Kontext lokaler Strukturen und Anforderungen für den Aufbau eines dreidimensionalen Modells: Sozial- und Persönlichkeitskompetenz, Fach- und Lehrkompetenz, Organisations- und Systemkompetenz (KRALER und SCHRATZ, 2007) Read Less