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Stolperstellen und Vernetzungsmöglichkeiten im Umgang mit der Größe Zeit

Eine Lehrwerksanalyse

Written by Anonymous

Paper category

Term Paper

Subject

Didactics

Year

2017

Abstract

Hausarbeit: Zeit als mathematische Größe Neben Geld, Länge, Gewicht und Raum ist Zeit eine mathematische Größe, die spätestens im Grundschullehrplan für Kinder wichtig wird. Größe kann nach Marianne Franke und Silke Ruwisch definiert werden als „die intellektuelle Abstraktion der messbaren Eigenschaften von Dingen und Erscheinungen“, die immer mit konkreten Gegenständen oder Tatsachen verbunden wird (FRANKE / RUWISCH2010, S. 3). Im Mathematikunterricht an Grundschulen sind Größe, Geometrie und Arithmetik die drei Hauptfächer des Mathematikunterrichts, die auch miteinander verbunden werden müssen (vgl. SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR KULTUS 2009, S. 2). In den Bildungsstandards der KMK ist die „Dimension und Messung“ des Gebietes eine der fünf fachlichen Kompetenzen der Mathematik, die in der Grundschule erworben werden müssen. Darin heißt es, dass die Schüler bis zum Ende der Grundschule eine Vorstellung von unterschiedlichen Größen haben und in der Lage sein sollen, „mit Größen in realen Situationen umzugehen“ (KMK 2005, S. 11). Um diese Gesamtziele zu erreichen, sind jedoch nach wie vor individuelle spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. In Bezug auf die Zeit müssen Kinder in der vierten Klasse der Grundschule zunächst die relevanten Einheiten kennen, rechnen und umrechnen, Zeit und Zeiträume vergleichen, messen und schätzen können, mit verschiedenen Ausdrücken umgehen und die Aufgabe der Zeitmessung von Geräten und Materialien lösen können. In Mathematikkursen enthält es neben der Uhrzeit und den dazugehörigen Einheiten auch das Jahr und den Kalender und seine Informationen wie den Wochentag, den Monatsnamen, das Datum und die entsprechende Umrechnung. Darüber hinaus können interdisziplinäre Themen wie Jahreszeiten, Erdumdrehung oder grundsätzliche Punkte aufgegriffen werden. 2.1 Modell des Lehrverfahrens Marianne Franke und Silke Ruwisch erläuterten ein Lehrmodell, das den schrittweisen Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten mit unterschiedlichen Größenklassen vorschlägt (vgl. FRANKE / RUWISCH2010, Seiten 184-204). Auf diese Weise sollen die jeweiligen Größen besser verstanden werden. Hinsichtlich der Größe der Zeit umfasst die erste Stufe das Sammeln und Verarbeiten von Zeitangaben, Zeitspannen, deren Darstellungen und verbalen Erfahrungen sowie die Verwendung von Sachinformationen. Spiele und Alltagssituationen. Auch Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Messsystemen ist wichtig. Der ursprüngliche Zweck war, ein Gefühl für die Zeit zu kultivieren. Auf der zweiten Ebene des Modells geht es um den „direkten Vergleich von Repräsentanten“ (FRANKE / RUWISCH2010, S. 184). Wenn zwei Prozesse gleichzeitig an derselben Stelle stattfinden, ist ein direkter Vergleich möglich. 2.2 Schwierigkeiten im Umgang mit der Zeitdauer im Unterricht Um alle Dimensionen der Zeitdauer zu verstehen und eigenständig anwenden zu können, müssen Kinder komplexere mathematische Leistungen erbringen. Erhöhte Anforderungen führen oft zu Stolpersteinen, auf die Lehrer besonders achten müssen, damit der Aufbau analoger Zifferblätter nur schwer erfolgreich erlernt werden kann (vgl. FRANKE / RUWISCH2010, S. 219). Es gibt drei verschiedene Skalen zu verstehen: Sekunden, Minuten und Stunden. Hervorzuheben ist hier, dass die Zeit nicht dezimal ist: Die Anzahl der Umrechnungen von Sekunden in Minuten und Minuten in Stunden beträgt immer 60. Dies erfordert höhere arithmetische Fähigkeiten, was erklärt, warum mit Zeit und Zeitangaben in der ersten Klasse nur selten gerechnet wird. Die Anzahl der Umrechnungen zwischen den Skalen ist jedoch konstant. Andererseits unterliegt die Umrechnung von Monat zu Woche, Monat zu Tag oder Jahr zu Tag Schwankungen und ist nicht immer gleich. Wenn Sie Tage in Stunden oder Wochen in Tage umrechnen möchten, benötigen Sie andere Umrechnungszahlen, 24 und 7, die jedoch stabil sind und sich nicht ändern. Auch der Name der Zeiteinheit ist komplizierter als bei anderen Größen. Für Kinder sind die Abkürzungen für die Stunden „h“, „a“ Jahr und „d“ Tag besonders schwer verständlich. Daher sollte ihre Herkunft so kurz wie möglich diskutiert werden, denn "unverstandene Inhalte erfordern [...] mehr Aufmerksamkeit und Erinnerung" statt verständlicher Inhalte (FRANKE / RUWISCH2010, S. 220). Eine weitere Schwierigkeit bei der Verarbeitungszeit ist der Unterschied zwischen einer digitalen Uhr und einer analogen Uhr. 1 Der Unterschied besteht nicht nur in der Art des Schreibens und Anzeigens. Sie müssen auch verschiedene Arten lernen, Zeit auszudrücken. Außerdem gibt es ein Problem bei der „Umstellung“ von digitaler Zeit auf analoge Zeit: Es muss ein „permanenter Additions- und Subtraktionsbezug“ hergestellt werden (FRANKE / RUWISCH2010, S. 220). Eine Zeit wie "14:20" ist dasselbe wie "2:20" und "Zehn Minuten bis 2:30", aber es ist auch dasselbe wie "Fünf Minuten nach einer Viertelstunde", und es gibt theoretisch noch mehr . Der interessante Umgang mit diesem „Stolperstein“ und der offenen Aufgabe bietet noch einmal die Möglichkeit zur Diskussion und Auseinandersetzung. Außerdem ist es oft schwierig, beim ersten Mal gegen den Punktestand anzukämpfen. Ausdrücke wie „ein Viertel“, „halb“ oder „drei Viertel“ sollen von Studierenden nicht im Gedächtnis behalten, aber von Studierenden verstanden werden (vgl. FRANKE / RUWISCH2010, S. 220). Aus Sicht von Franke und Ruwisch ist es auch wichtig, den Zusammenhang zwischen Zeitpunkten und Zeitspannen zu unterscheiden (vgl. FRANKE / RUWISCH2010, S. 216). Read Less