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The Reshoring Decision Making Process

A Multiple Case Study

Written by R. Hindi, D. Ly

Paper category

Master Thesis

Subject

Business Administration>Supply Chain & Logistics

Year

2018

Abstract

Masterarbeit Reshoring-Decision making: Die Entscheidung zum Reshoring wird in der Literatur aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachtet: als eigenständige strategische Entscheidung oder als Korrektur eines früheren Managementfehlers.2.1.1 Reshoring als Korrektur einer früheren EntscheidungWissenschaftler wie Joubioux und Vanpoucke (2016) betrachten den Reshoring-Decision making eher als Rückfall einer früheren Offshore-Entscheidung denn als eigenständige Entscheidung. Damit stimmen sie mit Gray et al. (2013) darin überein, dass der Reshoring-Prozess von dem zuvor getroffenen Offshore-Prozess abhängt. Das bedeutet, dass dieser Prozess davon abhängt, warum, wann und wohin die früheren Tätigkeiten verlagert wurden und an wen sie delegiert wurden. Für Ellram (2013) hingegen ist die Entscheidung für eine Verlagerung oder ein Offshoring im Wesentlichen eine Entscheidung über den Produktionsstandort. In ähnlicher Weise bestätigen Joubioux und Vanpoucke (2016), dass es sich nicht um eine Entscheidung für Reshore oder Offshore handelt, sondern für "Right-Shore". Sie stellen fest, dass die Entscheidung für das richtige Shoring eine genaue Prüfung des Standorts der zu verlagernden Tätigkeiten erfordert. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr Ansatz für den Entscheidungsfindungsprozess beim Reshoring so eng gefasst ist, dass es sich nur um eine Standortentscheidung handelt, wie bei Ellram (2013). Es müssen auch andere Faktoren berücksichtigt werden, wie z. B. die qualifizierten Arbeitskräfte im Heimatland, Qualitätserwägungen, eine freundliche Regierungspolitik und komparative Vorteile (Joubioux & Vanpoucke, 2016; Bals, Daum & Tate, 2015). ei den von ihnen genannten Entscheidungsfaktoren, bei denen sie mit Ashby (2016) und Margulescu und Margulescu (2014) übereinstimmen, handelt es sich um das Aufkommen neuer Produktionsverfahren und -technologien, die von den Unternehmen zur Steigerung der Effektivität eingesetzt werden, sowie um die Kosten, die bei der Umsetzung der Verfahren sinken. Diese Faktoren verringern die Bereitschaft der Unternehmen, ihre Produktion in Niedrigkostenländer zu verlagern. Daher stellen sie ein Modell zur Auswahl des richtigen Standorts für die Unternehmenstätigkeit dar (Abbildung 2). Joubioux und Vanpoucke (2016) bestätigen, dass die Berücksichtigung dieser drei Phasen es den Unternehmen ermöglicht, die richtige Entscheidung darüber zu treffen, ob sie ihre Produktion ins Ausland verlagern oder an einen anderen Standort verlagern.Was die Entscheidung über das Reshoring selbst betrifft, geben Joubioux und Vanpoucke (2016) ein Beispiel für die drei Arten von Reshoring-Entscheidungen von Bellego (2014): taktisches Reshoring, Entwicklungsreshoring und Home Reshoring. Bellego (2014) definiert taktisches Reshoring als die Suche internationaler Unternehmen nach den besten internationalen Standorten für ihre Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung. Entwicklungs-Reshoring hingegen findet statt, nachdem die Unternehmen die Gesamtkosten des Offshoring in Niedriglohnländer in Betracht gezogen haben. In diesem Fall kehren diese Unternehmen in ihre Heimatländer zurück, um dort nach unmarkierten Gütern zu suchen. Die dritte Strategie ist das Home-Reshoring und wird von Unternehmen angewandt, die von ihren bisherigen Offshoring-Erfahrungen enttäuscht und von den sich ändernden Marktbedingungen betroffen sind. In ähnlicher Weise erklären Gray et al. (2013), dass den Unternehmen vier Reshoring-Optionen zur Verfügung stehen: Inhouse-Reshoring, d. h. die Verlagerung der Produktion von der eigenen Auslandsniederlassung in die internen Strukturen des Unternehmens auf dem Heimatmarkt, Backshoring für Outsourcing, d. h. die Verlagerung von Produktionsaktivitäten von der eigenen Auslandsniederlassung zu einem externen Zulieferer auf dem Heimatmarkt, Reshoring für Insourcing, d. h. die Verlagerung von Produktionsaktivitäten vom ausländischen Zulieferer in die internen Strukturen des Unternehmens auf dem Heimatmarkt, und schließlich Outsourced-Reshoring, d. h. die Verlagerung von Produktionsaktivitäten vom ausländischen Zulieferer zu einem externen Zulieferer auf dem Heimatmarkt. Read Less