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Das Team im Gründungsprozess

Written by K. Rohner

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Business Administration>Entrepreneurship

Year

2019

Abstract

Bachelorarbeit: 2 Begriffsdefinitionen Die Begriffe Team und Gründungsteam werden wie folgt definiert. Diese Definitionen sind in der Literatur ausführlicher beschrieben. Um die Probleme der aktuellen Arbeit zu untersuchen, sollten folgende Definitionen für Autor und Leser ausreichen, um einen Konsens zu erzielen: 2.1 Team Team wird in der Regel als Gruppenform betrachtet und weist daher die gleichen Eigenschaften auf. Die Hauptdefinition einer Gruppe ist, dass sie aus mindestens zwei Personen besteht, die interagieren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl haben (Grichnik, Brettel, Koropp & Mauer, 2017). Es gibt auch Normen, Strukturen und Rollen in einer Gruppe. Die meisten Menschen spielen in einer Gruppe unterschiedliche Rollen (Becker, 2016). Darüber hinaus gibt es eine Trennlinie zwischen der Gruppe und dem Außen, was bedeutet, dass sich die Individuen ihrer jeweiligen Gruppe zugehörig fühlen und eine gemeinsame Identität erfahren (Schweickhardt, 2018). Weitere wichtige Merkmale der Gruppe sind die gemeinsam zu lösenden Aufgaben und die Beständigkeit der Gruppe über einen bestimmten Zeitraum. Die Leistung der aufgeführten Merkmale kann zwischen verschiedenen Gruppen variieren. Zwischenmenschliche Interaktion kann in einigen Gruppen sehr häufig auftreten, in anderen jedoch selten. Ein weiteres Merkmal des Teams ist, dass immer das Ziel der Lösung der Aufgabe im Vordergrund steht. Andere Eigenschaften des Teams, wie Größe, persönliche Eigenschaften, Rollenverteilung oder soziale Interaktion, basieren auf der Aufgabe, die das Team zu lösen versucht (Becker, 2016). 2.2 Gründungsteam Der Begriff Gründungsteam wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, das Gründungsteam zu definieren, inklusiv und exklusiv. Inklusiv sind alle Personen aufgeführt, die zum Gründungsteam gehören. Das Gründerteam besteht nach Kamm, Shuman, Seeger und Nurick (1990) aus mindestens zwei Personen, die gemeinsam das Unternehmen gründeten und finanzielle Interessen verfolgten. Darüber hinaus ist nach der Definition von Kamm et al. (1990) umfasst auch diejenigen, die seit der Pre-Launch-Phase, d. h. bevor das Unternehmen gegründet und seine Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden, beteiligt waren. Wer jedoch Mitglied des Teams ist, ist in der Literatur umstritten. Cooper und Dailey (1995) haben beschrieben, dass der Begriff Gründerteam häufig mit dem Begriff Gründer verbunden wird, zum Gründungsteam gehören jedoch aus ihrer Sicht auch diejenigen, die nach dem Gründungsverhalten dem Gründerteam beitreten. 3.2 Teambuilding-Prozess Obwohl der Teambuilding-Prozess in Start-up-Teams sehr wichtig ist, gibt es nur sehr wenige Untersuchungen zur Bildung von Start-up-Teams (Ben-Hafaidh, 2017). team-der Konstruktionsprozess, bevor das Team gebildet wird. Andererseits konzentriert sich die durchgeführte Forschung hauptsächlich auf das Verhalten bestehender Teams und ignoriert den ersten Schritt des Teambuildings (Forbes, Borchert, Zellmer-Bruhn und Sapienza, 2006). Forbeset al. (2006) untersuchten den Teambuilding-Prozess des Gründerteams, das sein Team um einen weiteren Gründer ergänzen möchte. Sie beschrieben zwei in der Literatur untersuchte Methoden, nämlich die strategische und/oder zwischenmenschliche Gruppierung von Gründungsteams. 3.2.1 Strategischer Ansatz Beim strategischen Ansatz richtet sich die Auswahl der Gründer danach, ob sie über die relevanten und notwendigen Ressourcen oder Fähigkeiten verfügen, um die Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Zusätzliche Gründer sollten das Team am besten ergänzen, damit unterschiedliche Fähigkeiten im Team genutzt werden können (Forbes et al., 2006). Müller, Sauerland und Raab (2016) glauben, dass die beste Ergänzung unterschiedlicher Fähigkeiten im Gründungsteam ein wichtiger Faktor ist, um das Team und damit den Unternehmenserfolg erfolgreich aufzubauen. Je stärker die Persönlichkeitsmerkmale, desto mehr unternehmerische Fähigkeiten sind förderlich für die erfolgreiche Vorbereitung und Umsetzung des Unternehmertums. Müller et al. (2016) Unternehmerische Fähigkeit als Wissen und Erfahrung, Fähigkeiten und Qualifikationen, Fähigkeiten und Eigenschaften in Bezug auf das Unternehmen verstehen. Obwohl unternehmerische Fähigkeiten und Kenntnisse über einen längeren Zeitraum erlernt und entwickelt werden können, ist die Variabilität der unternehmerischen Fähigkeiten und Eigenschaften relativ gering (Müller et al., 2016). 3.2.2 Der interpersonale Ansatz Im Gegensatz zum strategischen Ansatz ist der weitere Begründer des interpersonalen Ansatzes keine rationale Entscheidung, sondern basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip (Forbes et al., 2006). Das Ähnlichkeitsprinzip ist ein psychologisches Phänomen, das auch bei der Rekrutierung großer Unternehmen zu beobachten ist. Es beschreibt, dass Menschen, die sich beispielsweise in Bezug auf Persönlichkeitsmerkmale, fachliche Kenntnisse oder körperliche Merkmale ähnlich sind, das Gefühl haben, sich zu verstehen. Die wahrgenommene Ähnlichkeit schafft Vertrauen und Bindungen zwischen Menschen (Moser, 2018). Eine Studie mit 745 Gründerteams zeigte, dass Ähnlichkeitsfaktoren immer die Teambildung beeinflussen (Ruef, 2002). Und Parker (2009). 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