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Burnout-Syndrom im Arbeitsfeld der Sozialhilfe im Zeitalter der Digitalisierung

Präventionsmassnahmen für Berufseinsteigerinnen

Written by I. Niedermann

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Sociology

Year

2019

Abstract

Bachelorarbeit: Burnout Dieses Kapitel behandelt das Thema Burnout-Syndrom. Unter anderem werden Begriffe definiert, Burnout-Zyklen vorgestellt und Risikofaktoren benannt, die Burnout-Erkrankungen begünstigen. Es muss also etwas sein, das vorher verbrannt wurde. (vgl. Burisch 2011.: 11) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der 2018 veröffentlichten 11. Ausgabe der International Classification of Diseases (ICD-11) erstmals ein Burnout-Syndrom (vgl. WHO 2018: oS) vorgeschlagen Krankheit im Zusammenhang mit Arbeit oder Arbeitslosigkeit. Das Syndrom wird als Folge von langfristigem Arbeitsstress definiert, der nicht erfolgreich bewältigt werden kann. Das Syndrom hat drei Merkmale: 1. Müdigkeit, 2. Erhöhte mentale Distanz zur Arbeit oder negative und zynische Gefühle gegenüber der Arbeit und 3. verminderte berufliche Leistungsfähigkeit. (Siehe ebd.) Das Burnout-Syndrom lässt sich am besten mit der Diagnose einer Neurasthenie vergleichen. Damit sind auftretende Beschwerden, wie erhöhte Müdigkeit nach geistiger Arbeit, meist im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung oder verminderte Effizienz bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben, beschrieben. Andere Formen der Neurasthenie beziehen sich auf körperliche Schwäche und Erschöpfung, Muskel- und andere Schmerzen und erfordern sehr wenig Anstrengung. Bei beiden Formen erlebt der Betroffene Reizbarkeit, Langeweile, Depression und Angst (vgl. Schaufeli / Enzmann 1998, zitiert nach Litzcke / Schuh 2010: 157f.) Herbert Freudenberger diskutierte zunächst das Thema Burnout. Job Burnout ist nach Freudenberger und North (1992: 26) ein Zustand, der sich im Laufe der Zeit langsam anhäuft. Dieser Zustand ist gekennzeichnet durch Dauerstress und Energieverbrauch (vgl. Freudenberger / North 1992: 26f.). Dies ist Ermüdung durch übermäßige innere und/oder äußere Beanspruchung. Das heißt durch Arbeit, Familie, Freunde, Gesellschaft oder andere Wertesysteme. (vgl. ebd.) Burnout ist ein andauernder emotionaler Zustand, der Erschöpfung verursachen und letztlich die persönliche Motivation, die eigene Einstellung und/oder das Verhalten beeinflussen kann (vgl. ebd.). Wer eine Pflege- oder Bildungskarriere anstrebt und sich davon nicht abgrenzen kann (vgl. Burisch 2011: 11). Dies lässt sich nach Freudenberger und North (1992: 27) damit erklären, dass sich viele Frauen an den ständigen Stress in ihren Rollen gewöhnt haben oder diese Erschöpfung als Normalzustand ansehen (vgl. Freudenberger / North 1992: 27). Frauen des Geschlechts tragen dazu bei. 2.1.1 Merkmale des Burnout-Syndroms Das Burnout-Syndrom hat viele Merkmale: Es hängt mit der Arbeit zusammen. Zu Beginn der Arbeit ist die Begeisterung für die Aufgabe groß. Da sich danach die anfänglichen Erwartungen und Ziele nicht erfüllten, entwickelten sich die Frustration und die daraus resultierende Enttäuschung weiter. Ein weiteres gemeinsames Merkmal verschiedener Definitionen von Burnout ist, dass es sich um ein ungünstiges Arbeitsumfeld handelt. Beispielsweise können die verfügbaren Ressourcen keine überhöhten oder widersprüchlichen Anforderungen erfüllen. Dies ist hauptsächlich auf ineffektive oder unzureichende Reaktionsprogramme und -strategien zurückzuführen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass Burnout immer als verlängerter Prozess definiert wird, der nach langen und erfolglosen Kontrollen ihrer Arbeit durch verwandtes Personal auftritt. (vgl. Demerouti 1999, in Litzcke / Schuh 2010: 161) Dieser Prozess entwickelt sich schließlich zur Erschöpfungsdepression (vgl. Burisch 2011: 10) Verschiedene Definitionen von Burnout weisen darauf hin, dass das Burnout-Syndrom als Stressreaktion zu verstehen ist (vgl. Enzmann/Kleber 1989: 92). Kann die anhaltende Stresssituation nicht aktiv angegangen werden, entwickelt sich das Burnout-Syndrom zu einer inneren Bewältigungsstrategie (vgl. Whitehead 1983, zitiert nach Enzmann / Kleiber 1989: 92), die auch für Freudenberger gilt (vgl. 1992: 34f). Stressoren und Stressverstärker sind offensichtliche Ursachen für das weibliche Job-Burnout-Syndrom, obwohl sie zwischen gutem und schlechtem Stress unterscheiden. Daher besteht ein enger Zusammenhang zwischen Burnout-Syndrom und Stress. Richard Lazarus verwendet das Transaktionsdruckmodell, um den Ursprung des Drucks zu erklären. Dies wird weiter unten genauer betrachtet. 2.2 Transaktions-Stress-Modell von Lazarus Stress ist nach Richard Lazarus eine Transaktion (Interaktion). Ein Mensch bewertet die aktuelle Situation und sich selbst aus einer kognitiven Perspektive (vgl. Lazarus 1995, zitiert nach Allwinn 2010: 62). Stress entsteht nicht durch einen dieser beiden Faktoren, sondern allein durch die Wahrnehmung der Umwelt und die persönliche Einschätzung des Menschen Inwieweit ist der Status quo und man selbst aufeinander abgestimmt (siehe ebd.). Für die aktuelle Situation sind drei Merkmale entscheidend: 1. die Anforderungen der aktuellen Situation, 2. die gegebenen Rahmenbedingungen und 3. die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Auch dieser Mensch hat wiederum drei Merkmale, die das Stresserleben beeinflussen: 1. Der Grad, in dem er davon überzeugt ist, dass die aktuelle Situation separat bewältigt werden kann, 2. Die Wertorientierung von sich selbst und der Situation und 3. Der Grad, um zu denen eine Person bereit ist, ihr Ziel zu erreichen. Read Less