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Ermittlung notwendiger Konzeptionselemente für ein ganzheitliches Case-Management

Voraussetzungen, Elemente und theoretische Grundlagen für ein ganzheitliches Case-Management Konzept

Written by E. Juric

Paper category

Bachelor Thesis

Subject

Psychology

Year

2017

Abstract

Bachelorarbeit: Aktuelle Diskussionen über veränderte Arbeitsmuster, krankheitsbedingte Fehlzeiten und erhöhte psychische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung erfordern Druck seitens des Unternehmens. Aktive, überarbeitete und abwesende Mitarbeiter müssen angemessen beraten und behandelt werden. Gesunde Mitarbeiter sind dem Unternehmen in vielerlei Hinsicht wichtig. Einerseits können krankheitsbedingte Fehlzeiten enorme volkswirtschaftliche Kosten verursachen, andererseits ist körperliche Gesundheit eine Grundvoraussetzung für Leistungsfähigkeit und Produktivität (Steinke & Badura, 2011). Brandenburg und Nieder (2009) sehen zunehmende Fehlzeiten als einen der wichtigsten Frühwarnindikatoren für Produktivitätsrückgang und wirtschaftliche Schwierigkeiten im Personalmanagement. Daher benötigt jedes Unternehmen, das größer als ein KMU ist, Fehlzeiten und Fallmanagement. Das Abwesenheitsmanagement kann sich nicht nur auf die Berechnung von Kennzahlen konzentrieren, denn Abwesenheiten sind multifaktoriell. Der logische Nachfolger des Abwesenheitsmanagements ist das Konzept des koordinierten Fallmanagements (Deplazes & Künzli, 2010). Im folgenden Teil des Beitrags werden diese Themen mit der Entwicklung des Case-Management-Konzepts von Japan Tobacco International (im Folgenden als JTI bezeichnet) kombiniert. Beschreiben Sie zunächst die Praxispartner und die aufgetretenen Probleme. Es folgt der theoretische Teil dieser Arbeit, der weiter zum Verständnis der Methode und des Ergebnisteils beiträgt. In den folgenden Kapiteln werden die Produktionsstätten und das Management der Japan Tobacco International Corporation und Dagmersellen im Detail vorgestellt. Dann das Problem beschreiben, das Problem ansprechen, den Praxispartner spezifizieren und abgrenzen Japan Tobacco International Corporation Die Japan Tobacco International Corporation ist ein internationales Tabakunternehmen, das das internationale Tabakgeschäft der Japan Tobacco Group bildet. Anfang 2017 beschäftigte das Unternehmen weltweit mehr als 26.000 Mitarbeiter. JTI hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer bedeutenden Produktionsstätte und Vertriebsorganisation mit ca. 400 Mitarbeitern in Dagmerselen entwickelt (A. Herrmann, persönliche Mitteilung, 5. Januar 2017). 300 von ihnen sind direkt an der Zigarettenproduktion beteiligt. JTI ist einer der grössten Arbeitgeber in Luzern​​​ Laut Moneyhouse (2011) belegte Japan Tobacco International 2011 den zehnten Platz unter den größten Arbeitgebern in Luzern. Die Kontroll- und Servicefunktionen von JTI werden von Stammmitarbeitern und Zeitarbeitskräften wahrgenommen und sind in folgende Abteilungen unterteilt: Werksorganisation. JTI ist ein Unternehmen, das aufgrund seiner riesigen Produktionsanlagen ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit benötigt.Vor allem im Produktionsbereich müssen immer genügend Mitarbeiter vorhanden sein, um einen reibungslosen Produktionsablauf zu gewährleisten und jedem Mitarbeiter ausreichend Sicherheit zu bieten. Das Durchschnittsalter aller JTI-Mitarbeiter beträgt 41 Jahre. In den letzten Jahren ist das durchschnittliche Geburtsalter gestiegen und liegt derzeit bei 43 Jahren. JTI beschäftigt derzeit doppelt so viele männliche Mitarbeiter wie weibliche Mitarbeiter. Relevanz der Themen Nach Jannsen, Kant, Swaen und Schroer (2003) diskutiert die westliche Gesellschaft häufig krankheitsbedingte Fehlzeiten. Aus verschiedenen Gründen, wie der komplexen Konstellation von Führungskräften oder der Teamzusammensetzung, kommt es zu Fehlzeiten von Mitarbeitern, die durch schwierige und verstreute Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel Probleme mit Vorgesetzten oder schlechte Kommunikation mit dem Unternehmen, noch verstärkt werden. Alexanderson (1998) erwähnte zwei Faktoren für das Auftreten und den Prozess von Fehlzeiten: Erstens persönliche Faktoren wie Gesundheit oder Arbeitseinstellung. Persönliche Faktoren wiederum werden durch Arbeitsbedingungen (zB Arbeitszufriedenheit) oder betriebliche Rahmenbedingungen (zB aktuelle Arbeitsmarktbedingungen) beeinflusst. Diese Faktoren können die Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten sein. JTI Dagmersellen ist eine wichtige Produktionsstätte der Tabakgruppe und strebt 400 Mitarbeiter an, um Fehlzeiten zu minimieren. Das Durchschnittsalter ist in den letzten Jahren vor allem im Bereich der Produktionsstätten gestiegen, was eine Vielzahl von körperlichen Risiken mit sich bringt. Nach Hofecker (1989) nehmen die körperliche Leistungsfähigkeit und Mobilität der Arbeit mit dem Alter ab und beinhalten daher die mit körperlicher Arbeit verbundenen Risiko- und Ermüdungsfaktoren. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die weiteren Auswirkungen des zunehmenden Alters genauer beschrieben. Bisher ist die Bearbeitung von Fehlzeiten einzelfallbezogen, also sehr zeitaufwendig. Gerade bei längerfristigen Abwesenheiten wird die Rollenverteilung zwischen Personalverantwortlichen und Vorgesetzten abwesender Mitarbeiter schwierig. Aufgrund kontinuierlicher betrieblicher Veränderungen und Wachstum ist die Weiterentwicklung des gesamten Supportprozesses unumgänglich. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Strukturen für individuelle Abwesenheitsarten geschaffen und in bestehende Prozesse integriert werden. Read Less